Nachrichten von der TWSB 

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7. Februar 2007
Neuer Fahrplan, gültig ab 11.2.2007

Die RVG bzw. Thüringerwald- und Straßenbahn Gotha haben zum
Fahrplan 2005/06 ein Änderungsblatt herausgegeben.

Zum pdf unter nahverkehr de

Der aktuelle Fahrplan natürlich auch auf www.waldbahn-gotha.de
21. Januar 2007
  "Thüringer Allgemeine online" und Printausgabe vom 20.01.2007  
     
  Bus statt Waldbahn

WALTERSHAUSEN (ck). Während der Straßenbahnverkehr in Gotha vom Sturm
nicht beeinträchtigt wurde, legten umgestürzte Bäume die Waldbahn lahm.

Bei Waltershausen krachte am Donnerstag gegen 17 Uhr der erste Baum in die
Fahrleitung. Eine halbe Stunde später wurde der Waldbahnverkehr zwischen
Schöner Aussicht und Tabarz eingestellt - "es wäre bei diesen Orkanböen zu
gefährlich gewesen", sagte Dieter Schedel, Geschäftsführer der Thüringerwaldbahn
und Straßenbahn GmbH Gotha. Damit sollte er Recht haben, denn im Verlaufe des
Abends kippte ein großer Baum in die Fahrleitung zwischen Leina und Wahlwinkel,
ein anderer umgestürzter Baum richtete Schaden zwischen dem Gleisdreieck und
Schnepfenthal an. Dort wurden etwa 300 Meter Fahrleitung in Mitleidenschaft
gezogen. Sieben Bäume stürzten zudem zwischen Reinhardsbrunn und Tabarz auf
die Waldbahnanlagen, verursachten laut Schedel aber zum Glück nicht so große
Schäden. Mit den Aufräum- und Reparaturarbeiten konnte allerdings erst am
Freitagmorgen begonnen werden, "in der Nacht war da nichts zu machen. Das
wäre auch viel zu gefährlich gewesen", sagte Dieter Schedel. Das Unternehmen
nutzte die Zeit, um zusätzlich zu den eigenen Leuten Einsatzkräfte zu ordern, mit
denen gemeinsam seit Freitagmorgen begonnen wurde, die Schäden zu beheben.

"Wir konzentrierten uns zunächst auf den Abschnitt zwischen Gotha und
Waltershausen", sagte der Geschäftsführer. Ziel war es, diesen Abschnitt spätestens
ab Samstag wieder befahrbar zu machen. "Für die Reparaturen in den anderen betroffenen
Bereichen werden wir mindestens noch das Wochenende brauchen", prognostizierte Dieter
Schedel. Trotz der Probleme auf den Gleisen beförderte das Unternehmen seine Fahrgäste
weiter - es hatte kurzfristig vier Busse für den Schienenersatzverkehr von Mitgliedsbetrieben
der Regionalen Verkehrsgemeinschaft Gotha geordert. "Die Fahrer steuern die Bahnhaltestellen
so dicht wie möglich an und machen die Fahrgäste auf den Ersatzbus aufmerksam", erklärt
Schedel. Ihn und seinen Mitarbeitern habe in der schwierigen Situation geholfen, dass die
Fahrgäste sehr viel Verständnis zeigen. "Manche dachten, es dreht sich kein Rad mehr, weil
bei der Deutschen Bahn ja gar nichts mehr ging und freuten sich dann umso mehr, dass wir
unseren Betrieb aufrecht erhalten haben - trotz des Orkans.

"Dieter Schedel kann sich an Stürme erinnern, die Schäden an den Fahrleitungen verursacht
haben, "da brauchten wir dann schon mal einen Tag, um alles zu reparieren. Aber Schäden so
massiv und in solch einem Ausmaß wie diesmal hatten wir noch nicht". Wenn ab Samstag die
Strecke von Gotha bis Waltershausen wieder mit der Waldbahn genutzt werden kann, reichen
für den Schienenersatzverkehr am Wochenende nach Tabarz zwei Busse.

Von Claudia KLINGER
 
RÄUMKOMANDO: Nahe der Marienglashöhle war gestern auch Jürgen Werner pausenlos
im Einsatz, um die Waldbahnstrecke wieder freizuräumen.
 
HOCH OBEN: Manfred Schrickel und die
Turmwagenbesatzung entfernten den von
einem herabstürzenden Ast verbogenen
Mastausleger zwischen Wahlwinkel
und Leina. 
 
11. Januar 2007
  "TLZ online" vom 11.1.2007  
     
Die Graffiti-Künstler Sirko Lenk
Sven Kerber und Tony Wabersich
wirkten an der Umgestaltung des
Transformatorenhäuschens mit
und stellten gestern das
Gesamtwerk vor.


Foto: Bauer  
 
     
Blickfang am Boxberg

Gotha-Boxberg. (tlz) Ein tristes verschmiertes Transformatorenhaus am Fuße des
Boxbergs verwandelten sieben Graffiti-Sprayer in einen echten Blickfang. Eine
Rennbahn-Szene, Züge der Wald- und Straßenbahn, Tags und Schriftzüge der
Sprayer beweisen: Graffiti kann eine Kunstform sein. Dieses Anliegen verwirklichten
die Jugendlichen im Zuge des Graffiti-Projekts der Gothaer Ordnungspartnerschaft.
Illegale Sprayereien sind Stadt, Landkreis und Polizei ein erheblicher Dorn im Auge.
Innerhalb der Ordnungspartnerschaft gibt es deswegen eine eigene Arbeitsgruppe.
Neben der Verfolgung von Graffiti-Straftaten entwickelte die Arbeitsgruppe ein
Konzept, damit Jugendliche legal sprühen können. Neben der Gelegenheit, das
Hobby auszuleben und präventiver Arbeit stellte sich dabei auch ein ganz
praktischer Aspekt ein: Kunstvoll gestaltete Graffiti-Fassaden sind für illegale
Sprayer tabu - Ehrenkodex.

Auch wenn die Idee schnell geboren war, die Umsetzung brauchte einige Zeit.
Vor allem weil zunächst ein geeignetes Gebäude für die Sprayer fehlte. Die
Thüringerwald- und Straßenbahn stellte schließlich ihr Transformatorenhaus
am Boxberg zur Verfügung, das bereits mit mehreren Graffitischichten übersäht war.

Nach einem öffentlichen Aufruf meldeten sich Sprayer mit neun Motivvorschlägen,
die TWSB als Eigentümerin wählte schließlich drei aus. 1200 Euro für Farben
stifteten TWSB, Stadt und Landkreis, die Firma Nestler und Habermann reinigte
und grundierte die Fassade und stellte den Sprayern ein Gerüst zur Verfügung.
Als Sponsorenbeitrag. Drei Wochenenden waren die Sprayer mit Unterstützung
von Mitgliedern der Arbeitsgruppe "Graffiti" am Werk.

"Graffiti kann etwas Positives bewirken", sagte Landrat Konrad Gießmann gestern
zur Übergabe angesichts der gelungenen Gestaltung. Er könne sich vorstellen,
dass die von der Straße aus gut sichtbaren Bilder Autofahrer zum langsam fahren
animieren und so nebenbei, die Sicherheit an Übergang der Waldbahn steigt.

Besser als das Graffiti auf einem Reisebus allemal, wie Oberbürgermeister Kreuch
als Anekdote einführte. Ein Hamburger Unternehmen habe gegenüber der Stadt
angekündigt, Gotha aus dem Reiseplan zu streichen, nachdem zum dritten Mal
ein Bus nachts beschmiert wurde. Gemeinsam mit der Polizei habe er bereits
vorbeugende Maßnahmen eingeleitet, sagte Kreuch. Er wolle nun versuchen,
das Unternehmen wieder für Gotha zu begeistern, so Kreuch über die Folgen
des brisanten Themas.

In Gotha wurden der Polizei vergangenes Jahr etwa 500 illegale Sprayereien
angezeigt, die Aufklärungsquote stieg von etwa zehn auf mehr als 25 Prozent.
Die höhere Aufklärung ist Folge eines erfolgreichen Nachteinsatzes gegen Sprayer,
bei dem mehrere aktive Jugendliche erwischt wurden. Innerhalb der Stadtverwaltung
wurde mit Petra Brandau eine Graffiti-Beauftragte berufen. Die Mitarbeiterin des
Ordnungsamtes ist für Geschädigte und Ratsuchende, aber auch für an Projekten
interessierte Sprayer die neue Ansprechpartnerin.

11.01.2007 Von Oliver Bauer
3. Dezember 2006
  Zugbegleiter auf der Thüringerwaldbahn, Neuer Fahrplan ab Februar 2007 uvm.  


Auf dem Streckennetz der Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha GmbH (TWSB)
wird viel gebaut, u.a. am Bahnhofsvorplatz, am Gleisdreieck und in der Krusewitzstraße.
Der damit verbundene Schienenersatzverkehr bringt Erschwernisse für unsere Fahrgäste,
zum Beispiel das zusätzliche Umsteigen. 
Wir informieren unsere Fahrgäste über solche Maßnahmen rechtzeitig: über Fahrplan-
aushänge, die Tageszeitungen und das Internet. Sollten Sie weitere Informationen zum
Unternehmen oder zum Verkehrsablauf benötigen, dann rufen Sie uns an oder schauen
Sie auf unsere Internetseite
Die TWSB bietet attraktive Linienverbindungen und Tarife an. Überzeugen Sie sich davon.
Steigen Sie bei uns ein. Sie sind herzlich willkommen. 

Ihr Dieter Schedel 
Geschäftsführer Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha GmbH 

ZUGBEGLEITER AUF DEM STRECKEN-NETZ DER THÜRINGERWALDBAHN IM EINSATZ 


In Zusammenarbeit mit der Eichenbaum GmbH Gotha sind im Rahmen einer Qualifizierungs-
maßnahme zum Kundenberater seit dem 21. November 2006 auf bestimmten Fahrzeugen
der Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha GmbH (TWSB) Zugbegleiter im Einsatz.
Dieses gemeinsame Projekt wurde durch die Förderung der ARGE Gotha und des Euro-
päischen Sozialfonds ermöglicht. 
Die Zugbegleiter beraten die Fahrgäste der TWSB bei Fragen zum Tarif, zum Fahrplan
oder zu den Anschlussverbindungen. Weiterhin erteilen sie Urlaubern Auskünfte zu
touristischen Sehenswürdigkeiten der Region und den Besonderheiten entlang der über
21 km langen Strecke. Das Fahrpersonal der TWSB konnte aufgrund der Einhaltung des
Fahrplanes bisher einen vergleichbaren Service nicht bieten. Außerdem ist während der
Fahrt eine Unterhaltung mit dem Wagenführer bekanntlich verboten. Und während der
schon jetzt knappen Haltestellenaufenthaltszeiten verkaufen diese persönlich Fahrscheine,
was besonders ortsunkundigen Personen zu Gute kommt. 
Beim Schülerverkehr erzielt die Waldbahn durch die Präsenz der Zugbegleiter erste Erfolge.
In den Schülerzügen ist bereits nach den ersten Einsatztagen der Zugbegleiter ein Rückgang
der Auseinandersetzungen zwischen den Kindern und damit ein niedrigerer Lärmpegel zu
verzeichnen. Ein weiterer positiver Effekt ist der Rückgang der Sachbeschädigungen in den
Fahrzeugen. Vor allem im zweiten Wagen gibt es deutlich weniger Beschädigungen durch den
Einsatz der Zugbegleiter. 
Viele Fahrgäste haben das Angebot der Zugbegleiter bereits genutzt und bei ihnen Informa-
tionen der verschiedensten Art eingeholt. In allen Fällen konnten die Zugbegleiter den Fahr-
gästen der Waldbahn bei Problemen weiterhelfen oder Ihnen Tipps für die Freizeitgestaltung
geben. Vor allem ältere Menschen nehmen eine ausführliche Beratung gern in Anspruch. 
Die Thüringerwaldbahn hat in den ersten Einsatztagen der Zugbegleiter bisher ausschließlich
positive Erfahrungen gesammelt. Für die Zukunft hofft das Unternehmen, dass auch weiterhin
auf bestimmten Fahrzeugen Zugbegleiter eingesetzt werden können. Für die Fahrgäste
bedeutet diese Begleitung eine wesentliche Qualitätssteigerung auf den Strecken der
Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha GmbH. 



Änderungen im Nahverkehr 
IM FEBRUAR 2007 KOMMT NEUER FAHRPLAN HERAUS 

Im südlichen Landkreis Gotha wird ein Taktnetz eingerichtet. Das Nahverkehrsterminal am
Gothaer Hauptbahnhof nimmt Gestalt an. Die Bedingungen für Behinderte im Nahverkehr
verbessern sich. 

Im Rahmen des Projektes Innoregio „Barrierefreie Talsperrenregion" wird durch die Gemeinde
Georgenthal noch in diesem Jahr die Haltestelle Georgenthal Ort barrierefrei umgestaltet.
Die baulichen Veränderungen umfassen eine Bussteighöhe von 18 cm über Straßenniveau
mittels anfahrbarem Rundbord, Einrichtung eines stufenlos erreichbaren Wetterschutzes,
Markierung der Einstiegszone durch 
Aufmerksamkeitsfelder und taktile Leitstreifen sowie Installation eines dynamischen Fahrgast-
informationssystems, wie es bereits heute am Bertha-von-Suttner-Platz in Gotha vorhanden ist.
Eine Neuheit stellt die Haltestellenbeschilderung dar, die neben Großschrift auch taktile
Informationen enthalten wird. Somit wird die Situation auch für sehbehinderte Fahrgäste
verbessert. 
Der für den 11. Februar 2007 vorgesehene Fahrplanwechsel wird im Busvekehr einige
Änderungen mit sich bringen. So vertaktet die Regionale Verkehrsgemeinschaft Gotha
GmbH (RVG) die Linien 840, 842, 844, 850, 851, 852, 856, 857 und 860 im Südkreis,
welche dann in einem festen Fahrplantakt verkehren werden. An wichtigen Knotenpunkten
- das werden u.a. Georgenthal Bahnhof, Georgenthal Ort, Ohrdruf Kirche, Reinhardsbrunn
und Tabarz sein - bestehen Umsteigemöglichkeiten zu anderen Linien, ebenfalls im Takt. 
Bei der Planung des Angebotes wird auch die Bedienung des neuen Nahverkehrsterminals
am Gothaer Hauptbahnhof berücksichtigt. Voraussichtlich im 2. Halbjahr 2007 wird dort
ein bequemes Umsteigen zwischen Eisenbahn, Bus und Straßenbahn möglich sein.
Die Regionalbusse der RVG bedienen dann neben dem Zentralen Omnibusbahnhof
auch den Hauptbahnhof. 


Monatskarten sind preiswerter 

Das ist doch ein attraktives Angebot, das immer mehr Vielfahrer im Stadt- und Regional-
verkehr zu schätzen wissen - die Monatskarten für jedermann oder speziell im Stadtverkehr
Gotha die 9-Uhr-Monatskarte bzw. Abo-Monatskarte. Die Vorteile liegen auf der Hand: 
Sie müssen in Bus und Straßenbahn nicht nach Kleingeld suchen. Die Monatskarte gilt einen
ganzen Monat lang mit einer unbegrenzten Fahrtenzahl in der jeweiligen Tarifzone, die
9-Uhr-Monatskarte wochentags ab 9 Uhr bis Betriebsschluss, ansonsten ganztägig. 
Die Monatskarten und 9-Uhr-Monatskarten für jedermann berechtigen an Wochenenden
und gesetzlichen Feiertagen zur Mitnahme von bis zu vier weiteren Personen, von denen
maximal zwei älter als 13 Jahre sein dürfen. 
Die Abo-Karte im Stadtverkehr Gotha bietet noch ein besonderes Schnäppchen. Sie fahren
12 Monate und zahlen nur 10 Monate. Der Abo-Sparpreis wird in 12 Monatsbeträgen von
Ihrem Konto abgebucht. Das heißt konkret: Statt 27 Euro für eine schon günstige Monats-
karte bezahlen Sie nur 22,50 Euro als Abo-Kunde. 
Jetzt müssen Sie nur noch einen Abo-Antrag ausfüllen und bei RVG oder TWSB einreichen.
Den Antrag gibt es im Internet zum Herunterladen. Wenn Sie schnell sind, können Sie ab
dem nächsten Monat alle Vorteile eines Abo-Kunden nutzen. 

Quelle: "OMNI" - Die Fahrgastzeitung der Thüringer Busunternehmen, November 2006 
22. November 2006
     
Aktuelle Meldungen

Ab Freitag, den 24.11.2006 verkehrt die Thüringerwaldbahn und Straßenbahn
Gotha GmbH wieder planmäßig ohne Unterbrechung zwischen Gotha Hauptbahnhof
und Tabarz. Die vielen Baumaßnahmen, die sich seit dem Sommer auf dem gesamten
Streckennetz verteilt haben sind bis auf einige Restarbeiten abgeschlossen.

Wir machen unsere Fahrgäste darauf aufmerksam, dass sich am Hauptbahnhof in Gotha
die Ersatzhaltestelle weiterhin zum Einsteigen in der unteren Bahnhofsstraße befindet.
Sobald es die Bauarbeiten am Bahnhofsvorplatz ermöglichen, werden wir diese Haltestelle
vor das Waldbahnhotel verlegen, um unseren Fahrgästen den Weg zwischen Hauptbahnhof
und Einstieg zur Thüringerwaldbahn zu verkürzen. Das Terminal auf dem Bahnhofsvorplatz
wird erst im Jahr 2007 fertig gestellt.

Wir möchten uns bei unseren Fahrgästen bedanken, die trotz vieler Fahrplanänderungen,
Verlegung von Haltestellen und zusätzlichem Umsteigen der Thüringerwaldbahn und
Straßenbahn die Treue gehalten haben.

Quelle: [www.waldbahn-gotha.de]
4. November 2006
  Aktuelles  
     
Am 3.11.06 wurde am Hbf. eine Eröffnungsfahrt mit Tw 306 durchgeführt. Da noch
einige Zeit im Terminal gebaut wird, ist nur ein Gleis befahrbar und die Haltestellen
Provisorisch vor dem Waldbahnhotel und Stadteinwärts hinter der Kreuzung Bebelstraße
eingerichtet.

Noch etwas. Graffitikünstler machten sich am GUW Boxberg zu schaffen.
Jedoch mit Genehmigung des Betriebes.


Tw 306 an der Hst. vor dem Waldbahnhotel, 3.11.2006


Tw 306 bei der Durchfahrt am Terminal   3.11.06


Graffiti am Boxberg   28.10.06

Text und Bilder: Dietmar Kirchberger
3. November 2006
  "TLZ online" vom 3.11.2006  
     
Freie Fahrt in eine Baustelle

Gotha. (tlz/bau) Millimetergenauigkeit war am Freitag am Bahnhofsvorplatz gefragt:
Jörn Schirrmeister, Betriebsleiter der Thüringerwaldbahn und Straßenbahn, nahm
vorläufig das neue Gleisoval ab, das die Waldbahn aus der Bahnhofstraße kommend
durch das neue ÖPNV-Terminal führt.

Obwohl die Baumaßnahme Bahnhofsvorplatz noch lange nicht abgeschlossen ist,
verkehren die TWSB-Linien ab Sonntag wieder planmäßig. Wermutstropfen: Da das
Terminal noch eine Baustelle ist, mussten für die Straßenbahn Ersatzhaltestellen
eingerichtet werden. Durch das Terminal dürfen die Waldbahnen nur Schritttempo
ohne Fahrgäste fahren. Richtung Innenstadt können die Passagiere unmittelbar
hinter der Kreuzung Bebelstraße/Bahnhofstraße zusteigen. Zum Bahnhof fahrende
Straßenbahnen stoppen in Höhe des Waldbahnhotels. TWSB-Geschäftsführer
Dieter Schedel hofft, die stadteinwärts führende Haltestelle alsbald näher an den
Bahnhof zu verlegen. Er ist vor allem froh, dass der viermonatige Ersatzverkehr
wegen der Bauarbeiten am Bahnhofsvorplatz aufgehoben werden kann. Denn:
Mit der Ausweitung der Bauarbeiten in der Krusewitzstraße (Meldung auf dieser
Seite) verkehren auf den Linien 1 und 4 ab Montag zwischen Schöner Aussicht
und Krankenhaus Busse. "Zweimal Ersatzverkehr - das wäre tödlich", sieht er mit
der Wiederaufnahme des Betriebs am Bahnhof ein Stück mehr Komfort für die
Fahrgäste.
2. November 2006
     
Aktuelle Meldungen

Die Baumaßnahme am Bahnhofsvorplatz in Gotha hatte einen fast 4-monatigen Schienenersatzverkehr
zur Folge der am 4. November planmäßig beendet wird. Die Straßenbahnen fahren ab 5.November wieder
zum Hauptbahnhof Gotha obwohl die Baumaßnahme Bahnhofsvorplatz noch lange nicht abgeschlossen ist.
Da an dem Terminal zur Zeit noch Bauarbeiten stattfinden halten unsere Straßenbahnen an einer
Ersatzhaltestelle direkt vor dem Waldbahnhotel.

Leider kommt ab Montag ein neuer Schienenersatzverkehr auf unsere Fahrgäste zu, da der Umbau der
Kreuzung Krusewitzstraße / Inselsbergstraße durch die Stadt Gotha begonnen wird.

Schienenersatzverkehr auf der Linie 1 und 4


Auf Grund von Bauarbeiten im Kreuzungsbereich Krusewitzstraße / Inselsbergstraße macht es sich erforderlich,
von Montag, den 06.11.2006, bis vsl. Dienstag, den 21.11.2006 den durchgehenden Straßenbahnbetrieb auf
den Linien 1 und 4 zwischen Gotha Schöne Aussicht und Krankenhaus zu unterbrechen und einen
Schienenersatzverkehr mit Bussen einzurichten.

Der Straßenbahnbetrieb der Linie 1 und 4 besteht nur zwischen Gotha Hauptbahnhof und Gotha Schöne Aussicht.
Änderungen in der Verkehrsabwicklung der Linien 1 und 4:
1. Es gilt ein Sonderfahrplan bezüglich der Fahrzeit Veränderungen informieren Sie sich bitte an den
   Aushangfahrplänen der Haltestellen.
2. Planmäßiger Straßenbahnbetrieb zwischen Gotha Hauptbahnhof und Gotha Schöne Aussicht.
3. Der Schienenersatzverkehr mit Bussen verkehrt zwischen Gotha Schöne Aussicht und Kreiskrankenhaus
4. Fahrgäste in und aus Richtung Tabarz/Waltershausen steigen an der Haltestelle Kreiskrankenhaus um.
5. Fahrgäste in bzw. aus Richtung Gotha steigen an der Haltestelle Gotha Schöne Aussicht um.
6. Zwischen Kreiskrankenhaus und Tabarz besteht durchgehender Zugverkehr der Linie 4.
7. Die Buslinie A der RVG verkehrt auf dem Abschnitt zwischen Gotha Schöne Aussicht und Kreiskrankenhaus und
    ersetzt die Fahrten der Straßenbahn
8. Die Haltestellen Am ha we ge-Markt und Sundhausen werden in dieser Zeit nicht angefahren. Die Fahrgäste
    müssen die Ersatzhaltestellen am Krankenhaus bzw. die RVG Haltestelle in der Inselsbergstraße nutzen
9. Die Buslinie A der RVG verkehrt auf dem Abschnitt zwischen Gotha Krankenhaus und Schöne Aussicht und
    ersetzt die Fahrten der Straßenbahnen

Bezüglich der Haltestellenbedienung und Verlegung im Schienenersatzverkehr informieren Sie sich bitte an den
Haltestellen bzw. beim Fahrpersonal.
Auf Grund der veränderten Verkehrsabwicklung lassen sich Verspätungen und die Aufgabe von Anschlüssen
nicht immer vermeiden.

Quelle: [www.waldbahn-gotha.de]
18. Oktober 2006
  "TLZ online" vom 18.10.2006  
     
Ausgedient?
OB Kreuch will das
Bahnhofsgebäude
abreißen lassen.

Foto: Simmen 
     
Bahn ohne Interesse

Gotha. (tlz) Oberbürgermeister Knut Kreuch (SPD) hat bei seinem Dienstantritt
die Stadtratsmitglieder und die Gothaer schon mal scherzhaft vor seinen
Spontanideen gewarnt, nun droht ihm erstmals Widerspruch. Sein Tempo
will die Linkspartei bei der Umgestaltung des Gothaer Bahnhofsumfelds nicht
mitgehen.
Dass der Kauf und Abriss des Bahnhofsgebäudes sowie ein Neubau - von Kreuch
beim Richtfest am Bahnhofsvorplatz als bereits durchgeplante Maßnahme vorgestellt
- durch die Hintertür in die Wege geleitet wird, hat "uns schon empört", klagt Vera
Fitzke von der Fraktion der Linkspartei. PDS. So jedenfalls empfinde es die Fraktion.
"So empört war ich schon lange nicht mehr", unterstreicht sie.

Grund ist die für den heutigen Mittwoch im Stadtrat vorgesehene Beantragung von
Fördermitteln für die Sanierungsgebiete "Altstadt Gotha" und "Schmaler Rain". Darin
enthalten sind auch 510 000 Euro für Erwerb und Abriss des Bahnhofs. Ein Haufen
Geld und doch für die Stadt ein Schnäppchen, den gerechnet wird mit 97,5 Prozent
Förderung und einem Eigenanteil von nur 2,5 Prozent. Das heißt: Erwerb und Abriss
des Bahnhofsgebäudes würden die Stadt tatsächlich nur 12 750 Euro kosten.

Fitzke geht das entschieden zu schnell: Sind die Fördermittel beantragt und
möglicherweise bewilligt, dann ist der Fortgang im Prinzip vorbestimmt. Zumal der
Entwurf eines modernen verglasten Gebäudes auf dem Tisch liegt. Das sieht auch
ihr Fraktionskollege Bernd Fundheller so: "Das Bahnhofsgebäude schon dem Abriss
preiszugeben liegt bestimmt nicht allein in der Hand der Verwaltung und ein Stadtrat,
der durch die Bürger der Stadt Gotha gewählt wurde, wird hier schon die Meinung
seiner Wähler äußern dürfen."

Vollends auf Kreuchs Kappe geht das wohl nicht. Im Zuge der sich zunächst dahin
schleppenden Vorarbeiten beim Bahnhofsvorplatz hatten OB Doenitz (SPD) und
Bürgermeister Klaus Exner (CDU) den Missstand Bahnhofsgebäude angeprangert.
Aber, so sieht es Fundheller, liege die Verantwortung für Investitionen erst mal bei
der Deutschen Bahn.

Die aber hegt mit Blick auf das Gothaer Bahnhofsgebäude keine Ambitionen. Wie eine
Sprecherin auf Anfrage der TLZ mitteilte, rechnet das Unternehmen fest mit dem
Verkauf an die Stadt Gotha. Ein Entwurf des Kaufvertrages sei im Gespräch. Ein
Reisezentrum mit eigenem Personal sieht die Bahn in Gotha nicht mehr vor. Vorstellbar
sei neben dem Fahrscheinverkauf durch Automaten ein "DB Servicestore", das heißt
die Dienstleistungen von Auskunft bis Fahrkartenverkauf erledigt eine Firma im Auftrag
der Bahn. Dieses Modell - vergleichbar mit einer Postagentur - wird nach Angaben der
Sprecherin in Arnstadt, Apolda und Bad Salzungen umgesetzt und funktioniere gut.
Ehemalige Mitarbeiter hätten sich selbstständig gemacht, der Service sei kompetent,
unterstreicht die Sprecherin.

"Absoluter Stilbruch", klagt beispielsweise TLZ-Leser Torsten Kirchner angesichts der
Entwürfe für das neue Bahnhofsgebäude. Das passe nicht ins Bild der Bahnhofstraße.
Zumindest die der Stadt zugewandte Fassade müsse erhalten bleiben, sagt er. Aber
auch die Fassade spiegelt nur einen Teil der Bahnhofshistorie wider. Der 1847 eröffnete
Gothaer Bahnhof wurde oft umgebaut. Der größte Umbau erfolgte 1897/98 und ein
weiterer, bei dem der heutige Eingangsbereich entstand, folgte 1907. Bei der
Bombardierung Gothas im Februar 1945 erhielt der Bahnhof schwere Treffer. Zwei
Drittel des Gebäudes wurden zerstört, das heutige Bahnhofsgebäude ist also nur ein
Fragment des ursprünglichen Bahnhofs. Aber es blieb erhalten, weil beispielsweise
Ideen der 1950er Jahre mit einer unterirdischen Endstation für die Waldbahn
Fantastereien blieben. Gusseiserne Säulen der Gründerzeit trugen noch nach der Wende
die Überdachungen der Bahnsteige. 

17.10.2006 Von Oliver Bauer 
17. Oktober 2006
"TLZ online" vom 17.10.2006

Landrat zieht erste Bilanz

Gotha. (tlz) Er habe keine Zeit verstreichen lassen, sondern sich bereits seit der
Amtsenthebung seines Vorgängers auf wichtige Themen konzentriert, sagt Landrat
Konrad Gießmann (CDU) über sein Amt. Jetzt sind seine ersten hundert Tage der
Amtszeit verstrichen. Am gestrigen Montag zog der Kreischef ein erstes Fazit über
das bisher Erreichte.

Als wichtigstes Aufgabe der Kreisverwaltung sieht Gießmann die Einbringung des
Haushaltsplanes. Monatelang hätten sich die Kreisverwaltung und der Kreistag mit
den Zahlen auseinandergesetzt. Trotz steigender Sozialausgaben soll die Erhöhung
der Kreisumlage so gering wie möglich ausfallen und der Umfang der freiwilligen
Leistungen für Kultur- und Sportförderung beibehalten werden, erklärt der Landrat.
Das sei schwierig, doch ist er sich sicher, dass dies zu machen ist. "Wir müssen
weitere Einsparpotenziale finden, denn so viele Freiräume gibt es nicht mehr", so
Gießmann. Als Leiter der Kreisverwaltung sei er schon immer für einen kooperativen
Führungsstil und ein offenes Arbeitsklima gewesen.

Er informierte kürzlich die Mitarbeiter der Kreisverwaltung, dass es ab 1. Januar 2007
eine Strukturänderung geben wird. Diese beinhaltet die Neugliederung der Fachbereiche.
So soll ein neuer Fachbereich Gebäudemanagement eingerichtet werden, der neben den
Aufgaben des Hoch- und Tiefbaus auch die Bewirtschaftung sowie Verwaltung aller
Liegenschaften, insbesondere der Schulimmobilien, einschließt. An der Personalstruktur
wird sich nichts ändern, so Gießmann, die sei bereits an der untersten Grenze.

Positiv sieht Gießmann, die konstruktive Zusammenarbeit mit dem neuen Oberbürgermeister
der Stadt Gotha. "Kreuch und ich können gut miteinander", sagt Konrad Gießmann.
Gemeinsam wollen sie an einem Strick ziehen, gerade wenn es um die Themen Thüringerwald-
und Straßenbahn und Thüringen-Philharmonie geht. Geht es nach dem Kreischef, so soll das
Leistungsangebot im ÖPNV in den nächsten fünf Jahren erhalten bleiben. Die Betriebskosten-
defizite der Straßenbahn sollen durch den Aufgabenträger, den Landkreis, übernommen werden.
Das gehe nur, wenn Gotha und Waltershausen sich für eine weitere finanzielle Beteiligung
entscheiden. Auf Gotha käme eine zusätzliche Belastung von 436 000 Euro zu. Ist die
Finanzierung geklärt, dann wäre das ÖPNV-Problem für die Folgejahre gelöst, ist sich
Gießmann sicher.

16.10.2006 Von Conny Möller   
13. Oktober 2006
"Thüringer Allgemeine online" vom 13.10.2006

Gotha: Kritik an Abrissplänen für Bahnhof

GOTHA. Zum geplanten Abriss des Gothaer Bahnhofsgebäudes (TA vom
12. Oktober) äußert sich Professor Dr. Peter ARLT. Er bezeichnet diesen
Plan als eine "Bombenidee". Ein Aprilscherz kann es nicht sein, und eine
Concept Art, die wie in Darmstadt mit dem Abriss des Jugendstilensembles
die Bürger verschreckt, wohl auch nicht, erst recht nicht eine demokratische
Entscheidungsfindung. Es sind die nassforschen "Modernisierer" mit ihrer
Bombenidee, den Gothaer Bahnhof abzureißen. Dazu nimmt die Stadt der
Bahn die Verantwortung für deren Gebäude ab und lädt sie sich auf, bezahlt
dafür noch Geld, doch weiß nicht, wer das neue "Reisezentrum", eine
Fahrkartenautomatenhülle mit "Fresszentrum", finanziert und betreibt.
Aber der Abriss, wohl die Hauptsache, ist gesichert.

Wenn auch kein Denkmalschutz das Bahnhofsgebäude vor derlei Rotzigkeit
bewahren hilft, so sollte es aber der historische Sinn. Unser Gothaer Bahnhof
repräsentiert die industrielle Entwicklung Mitte des 19. Jahrhunderts, erinnert
an die Eröffnung der Eisenbahnlinie Erfurt, Gotha, Eisenach 1847, stellt gleichsam
das Tor dar, das mit neoklassizistischem Geist die Verbindung von außen und innen
schafft. Innen, das ist die Bahnhofsstraße, deren großartige Konzeption von Ludwig
Bohnstedt auf den Bahnhof hinaus ausgerichtet worden ist und die mit dem
Bahnhofsgebäude einen wesentlichen Bezugspunkt verlieren würde.

Manche argumentieren zynisch, der Bahnhof sei nur noch ein Fragment, und begreifen
anscheinend nicht, dass auch seine rudimentäre Gestalt, die an die schwerste
Bombardierung Gothas am 6. Februar 1945 gemahnt, eine schützenswerte Erfahrung
darstellt. In Verbindung mit modernem Baukörper, etwa in der Bauauffassung des Erfurter
Hauptbahnhofes, wären die Portikus und die Empfangshalle des alten Bahnhofes bauliche
Zeichen für Momente der großartigen und tragischen Stadtgeschichte, ein Symbol für die
Verbindung von Vergangenheit und Gegenwart, eine Bewahrung von Authentizität..

12.10.2006  
13. Oktober 2006
"Thüringer Allgemeine online" vom 13.10.2006

Gotha: RVG will Busbahnhof behalten


GOTHA (db). "Mit dem Tag der Eröffnung des neuen Bus-Terminals am Hauptbahnhof
wird der alte Busbahnhof geschlossen." Diese Äußerung von Oberbürgermeister Knut
Kreuch anlässslich des Terminal-Richtfestes am Mittwoch sorgte bei der Regionalen
Verkehrsgemeinschaft Gotha (RVG) für Verwunderung, denn diese behauptet:
"Der Busbahnhof in der Mohrenstraße bleibt." Wir brauchen das Areal am Mohren
weiterhin, allein die Abstellplätze für unsere Busse reichen am Bahnhof nicht aus",
sagt Markus Würtz, Geschäftsführer der RVG. Ist das Terminal am Bahnhof fertig,
dann fahren nach heutigem Stand definitiv nur die Busse der Stadtlinie C (An der
Goth - Töpfleben) diese Haltestelle an sowie alle Regionalbusse aus dem Südkreis,
bevor sie dann zum Busbahnhof Mohrenstraße weiter fahren. Regionalbusse aus dem
Nordkreis werden weiterhin zuerst den Busbahnhof anfahren und vereinzelt auch zum
Hauptbahnhof fahren. Das Planungsbüro "von Mörner und Jünger" aus Suhl hatte bereits
im Dezember 2003 ein Verkehrskonzept für Gotha zu Papier gebracht, in dem zwei
Busstationen als Zielzustand verzeichnet sind.

"Das Verkehrskonzept ist die Grundlage für unseren Nahrverkehrsplan", bekräftigt Würtz.
Er wisse allerdings, dass die Stadt nur einen Busbahnhof favorisiere und auch die Hoheit
über den Platz am Mohren habe. "Schließt die Stadt den Busbahnhof, dann müssen wir
sehen, wie wir das nicht ausbleibende Verkehrschaos beherrschen", so der RVG-Chef.

Etwa 20 000 Fahrgäste werden täglich durch den gesamten ÖPNV im Kreis (Bus und
Straßenbahn) befördert. Bis zu 6000 Menschen nutzen davon täglich den Busbahnhof
am Mohren.

12.10.2006 
12. Oktober 2006
  "TLZ online" vom 12.10.2006  
     
Setzten dem neuen ÖPNV-Terminal am
Bahnhofsvorplatz die Richtkrone auf:
v.l. Dieter Schedel, Geschäftsführer
der Thüringerwald- und Straßenbahn,
Karsten Hoppenrath, Geschäftsführer
Metallbau Arnstadt und RVG-Chef
Markus Würtz.

Foto: Möller 
     
  Probelauf im November

Gotha. (tlz) Die Richtkrone wurde am gestrigen Mittwoch über den im Bau befindlichen
ÖPNV-Terminal am neuen Bahnhofsvorplatz aufgezogen. Im Frühjahr des kommenden
Jahres sollen von diesem Knotenpunkt aus, der gesamte Gothaer Nahverkehr koordiniert
werden. Künftig sollen dann hier unter einer modernen Dachkonstruktion die Züge der
Thüringerwald- und Straßenbahn mit den Bussen des Regional- und Stadtverkehrs
verknüpft werden.

Vor sechs Jahren hatte die Stadtverwaltung einen Architektenwettbewerb ausgelobt,
den das Weimarer Architekturbüro Osterwold und Schmidt gewonnen hatte. Das Terminal
überdeckt eine Fläche von fast 2500 Quadratmetern bei einer Höhe von 6,80 Metern.

Das bisherige Rohbauvolumen umfasst 80 Tonnen Stahl und 580 Kubikmeter Stahlbeton.
Allein im Tiefbau mussten 1900 Kubikmeter Erdmassen bewegt und 700 Meter Leitungen
verlegt werden. Bisheriger Kostenpunkt: 500 000 Euro.

Gegenwärtig laufen die Arbeiten im Dachbereich und am südlichen Bauwerksteil, durch
den bereits am 4. November die ersten Straßenbahnen probeweise rollen sollen. Den
Fahrgästen stehen zudem neben einem großflächigen Witterungsschutz ausreichend
Sitz- und Informationsgelegenheiten zur Verfügung. In den frei liegenden Modulen
sollen Säuleneichen gepflanzt werden. Außerdem ist eine öffentliche Toilettenanlage
geplant. In drei so genannten Pavillons sollen Dienstleistungen und Handel von Blumen,
Imbiss bis Kundencenter angeboten werden. Insgesamt soll es zwei Haltestellen für die
Bahn und vier Haltestellen für die Busse geben. Außerhalb des Terminals sollen für die
Fahrgäste eine weitere Haltestelle für die Stadtbuslinien und Schienenersatzverkehr
eingerichtet werden.

Wenn der Terminal 2007 in Betrieb genommen wird, dann ist für den Busbahnhof in der
Mohrenstraße Schluss, bestätigte gestern OB Kreuch. Das sieht Markus Würtz,
RVG-Geschäftsführer nicht so. "Wir brauchen die Haltestellen im Zentrum", sagt Würtz.
Schließlich bestehen hier sechs Haltstellen und 15 Busparkplätze. Am Bahnhof dagegen
ständen den Bussen nur zehn Parkplätze und vier Haltestellen zur Verfügung. Für ihn
mache der Wegfall des Busbahnhofes erst einen Sinn, wenn die Umgestaltung
Huttenstraße/Arnoldiplatz erfolgt ist.

Kreuch: Das Terminal wird der Hauptanschluss sein. Wie es mit dem ÖPNV-Konzept
weitergehen wird, entscheidet letztlich der Kreistag. Für den OB stehe fest, dass es
von Gotha keine zwei Verkehrsmittel beispielsweise nach Tabarz geben wird.

Wie es mit dem Bahnhofsgebäude weitergeht, auch hier hat Kreuch als Oberbürger-
meister klare Vorstellungen. "Wenn es nach mir ginge, könnte das Gebäude bereits
im nächsten Jahr abgerissen werden", sagt Knut Kreuch. Das Weimarer Architekturbüro,
welches auch für das ÖPNV-Terminal am Bahnhofsvorplatz verantwortlich ist, steht
bereits in den Startlöchern. "Wir könnten sofort loslegen", sagt Geschäftsführer Matthias
Schmidt. Die Vision des künftigen Gothaer Bahnhofes ist auch bei der Stadt bereits auf
reges Interesse gestoßen. So sehen die Planungen vor, dass derzeitige alte Bahnhofs-
gebäude komplett abzureißen und durch eine moderne Stahl- und Glaskonstruktion zu
ersetzen. Durch dieses Vorhaben wollen Stadt und Architekten auch Druck auf die
Deutsche Bahn AG ausüben, die bereits angekündigt habe, sich aus dem Servicebereich
in Gotha zurück zu ziehen und hier nur noch Fahrkartenautomaten zu belassen. "Unsere
Vorstellung sind, dass das Reisezentrum der Bahn der Hauptanteil des Gebäudes bilden
soll. Die Bahn tritt dann nur noch als Mieter auf, erklärt OB Kreuch.

Des Weiteren sind verschiedene Dienstleistungsbereiche angedacht. Aber auch an den
Aufenthalt der Reisegäste, die auf Anschlusszüge warten, ist gedacht. Im oberen
Bereich soll ein Café eingerichtet werden.

11.10.2006 Von Conny Möller 

 
12. Oktober 2006
  "Thüringer Allgemeine online" vom 12.10.2006  
     
FAST REALITÄT: Ein Goethe-Zitat am Dach
und Säulen-Eichen an den Bussteigen zieren
das zukünftige ÖPNV-Terminal. Noch steht im
Hintergrund der alte Bahnhof.

TA-Foto: D. BERNKOPF

     
  Gotha: Haltepunkt mit Goethe-Zitat

GOTHA (db/st). Seit Monaten ist der Fortschritt bei der Umgestaltung des
Gothaer Bahnhofsplatzes nicht mehr zu übersehen. Gestern wurde Richtfest
am neuen Terminal für Bus- und Straßenbahn gefeiert. Doch auch die Tage
des alten Bahnhofsgebäudes sind bereits gezählt. Im ersten Quartal des
kommenden Jahres soll das Terminal des öffentlichen Personen- und
Nahverkehrs (ÖPNV) mit seinen Haltepunkten für Bus und Straßenbahn in
Betrieb genommen werden - "vorbehaltlich der künftigen Wetterbedingungen",
wie die Bauleitung einschränkte. Dieter Schedel, Chef der Thüringerwaldbahn
und Straßenbahn GmbH, möchte bereits ab dem 4. November seine Bahnen
durch die neue Schleife fahren lassen. "Eine Verlängerung des Schienenersatz-
verkehrs ist nicht länger möglich, denn bald beginnen auch die Bauarbeiten an
der Krusewitzstraße", so Schedel.
Beim gestrigen Richtfest bekamen die Gäste schon eine deutliche Vorstellung von
dem Aussehen des künftigen ÖPNV-Terminals. Die Kanten der Bahn- und Bussteige
liegen, die Grundmauern dreier glasverkleideter Pavillons stehen. Hier sollen später
Blumenladen, Kiosk und das Servicebüro des ÖPNV einziehen. Auch eine öffentliche
Toilettenanlage wird zur Verfügung stehen.

Die könnte es nämlich schon bald auf dem wenige Meter entfernten Hauptbahnhof
nicht mehr geben. Wie gestern noch einmal bestätigt wurde, ist der Abriss des alten
Bahnhofsgebäudes beschlossene Sache.

"Die Stadt wird das Empfangsgebäude des Gothaer Bahnhofs von der Bahn AG erwerben.
Die Verkaufsverhandlungen sind wohl schon so weit fortgeschritten, dass der Kaufvertrag
noch im Laufe dieses Jahres zum Abschluss kommen wird", erklärte Bahn-Pressesprecherin
Brit Ullrich in Leipzig.

"Die Stadt erwirbt das Grundstück zu einem sehr günstigen Preis, reißt dann das Gebäude
mit bereits angemeldeten Fördergeldern ab und verkauft es weiter an einen privaten 
Investor", informierte Roland Adlich, Leiter des Stadtplanungsamtes. Hundertprozentig
beschlossen sei aber noch nichts. Doch es gebe bereits Verhandlungen mit einem Projekt-
entwickler, der als Investor auftreten wolle.

Die Bahn AG wird Mieter von einem sogenannten Nutzungscontainer mit Fahrkartenverkauf
werden. Oberbürgermeister Knut Kreuch befürchtet, dass am Ende nur ein Fahrkartenautomat
übrig bleibt, denn die Bahn signalisierte schon, dass sie an weiteren Serviceangeboten wie
Toiletten und Parkplätzen kein Interesse habe. Für den Bahnhofsneubau wird derzeit ein
Entwurf des Weimarer Architektenbüros Osterwold und Schmidt favorisiert (oberes Bild).
Als Mieter der oberen Glasetage könnte sich OB Kreuch ein Café gut vorstellen.

Auch Bauausschussmitglied Dietrich Wohlfarth (FWG) weiß von den Plänen. So sind
200 000 Euro im Haushaltsplan 2007 für Grundstückserwerb und Abriss aufgenommen worden.
Als Mieter des Obergeschosses sei eine "Fresskette" im Gespräch.

"Alles andere als ein Neubau ist unsinnig, besonders aus städtebaulicher Sicht", bekräftigt Adlich,
"in fünf Jahren weint dem Bahnhofsgebäude keiner mehr eine Träne nach."

Der Gothaer Bahnhistoriker Günter Walter steht einem Abriss skeptisch gegenüber. Er ist sich zwar
darüber klar, dass das 1847 errichtete Gebäude, das nicht unter Denkmalschutz steht, kaum etwas
wert sei. Aber man sollte doch wenigstens versuchen, das Portal in einen Neubau zu integrieren.

Hoffentlich halten zukünftig noch genügend Züge in Gotha, denn aus voller Fahrt wird das am
ÖPNV-Terminal später angebrachte Goethe-Zitat kaum zu lesen sein: "... denn man reist doch
wahrlich nicht, um auf jeder Station einerlei zu sehen und zu hören...".

11.10.2006 
 
24. September 2006
Thüringerwald- und Straßenbahn Gotha GmbH baut für Sie

Die Baumaßnahme am Gothaer Hauptbahnhof ist zur Zeit im vollen Gange.
Die Gleisbauarbeiten sollen planmäßig am 4. November 2006 beendet werden.
Danach können die Bahnen der Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha
GmbH wieder direkt zum Hauptbahnhof fahren. Momentan werden die Gleise
vor dem Hauptbahnhof in Richtung Bahnhofsstraße verlegt Die Gleisschleife,
die um das neue Terminal führen soll, ist bereits zu erkennen. 

Für den Zeitraum dieser großen Baumaßnahme wurde ein Schienenersatzverkehr
mit Bussen zwischen der Hersdorfstraße und dem Gothaer Hbf. in der Südstraße
eingerichtet. Die Fahrgäste müssen in dieser Zeit umsteigen, was die Qualität der
Beförderung natürlich herabsetzt. Trotzdem wird bei solchen Baumaßnahmen der
Verkehr aufrecht erhalten und die Fahrgastbeförderung gewährleistet. 
In diesem Jahr sind noch weitere Baumaßnahmen auf unseren Strecken geplant.
Zur Zeit wird eine Brücke im Gleisdreieck Sundhausen erneuert. Die alte Brücke
wurde abgerissen und an dieser Stelle entsteht bis Mitte November eine neue. 
Im Oktober 2006 wird in Waltershausen am Gleisdreieck eine Weichenstraße
bestehend aus 3 Weichen) in Richtung Gotha erneuert. Dabei werden alle
3 Weichen ausgetauscht, weil der Verschleiß an den Weichen erheblich ist.
Eine weitere Herausforderung für diesen Herbst wird die Anbindung der
Krusewitzstraße an die Inselsbergstraße sein, bei der der Kreuzungsbereich
Krusewitzstraße/lnselsbergstraße neu gestaltet wird und das Gleis und die
Fahrleitung auf ca. 150 m erneuert werden. 
Alle Baumaßnahmen sollen das Fahren auf den Strecken der Thüringerwaldbahn
und Straßenbahn Gotha GmbH noch angenehmer machen und die Fahrzeit von
Gotha nach Tabarz weiter reduzieren. 
Auch wenn unsere Baumaßnahmen mit erheblichen Einschränkungen für unsere
Fahrgäste verbunden sind, müssen wir ständig die Strecke regenerieren und ausbauen,
damit wir auch in Zukunft weiter durch Wiesen und Felder, über Bäche hinweg und quer
durch den Wald fahren können und Sie pünktlich und zuverlässig an Ihr Ziel bringen. 
Trotz der vielen Baumaßnahmen konnten wir am 9. September einen Tag der offenen Tür
durchführen, bei dem sich viele interessierte Bürger unsere neue Hauptwerkstatt und alle
anderen Gebäude ansahen. Für die Gäste war es sehr interessant einmal hinter die Kulissen
der Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha zu schauen. 
Auch das Programm und das schöne Wetter haben diesen Tag für alle Gäste zu einem
Erlebnis gemacht. 

Quelle: Rathaus-Kurier Gotha - Städtische Betriebe stellen sich vor, Nr. 9, 24. September 2006 

Anmerkung: Es kann sein dass bei der Baumaßnahme in Waltershausen-Gleisdreieck
zw. Gotha-Schöne Aussicht und Waltershausen Bf. im Schienenersatzverkehr gefahren wird.
Ein Einsatz von DÜWAGs zw. Waltershausen Bf. und Tabarz nicht ausgeschlossen. 

Alex Schneider
23. September 2006
"Thüringer Allgemeine online" vom 23.09.2006

Mit der Kamera am Schienenstrang


Gotha. (tlz/bau) "Diese Gelegenheit muss man nutzen", sagt Volker Dürr,
schaltet die Videokamera ein und knipst mit dem Fotoapparat während
die Waldbahn am Gothaer Krankenhaus eine Runde dreht. Ein Seminar
führte den Straßenbahn-Fan nach Eisenach, da lag ein Abstecher nach
Gotha auf der Hand. "Die Waldbahn mit dieser Strecke ist schon ein Erlebnis",
sagt der Karlsruher, der als Jugendlicher Straßen- und Nebenbahnen für sich
entdeckte. Die Albtalbahn erregte sein Interesse, Dürr sieht Parallelen mit
Gotha: "Das ist so ähnlich wie auf der Strecke nach Tabarz."
In den vergangenen 35 Jahren hat er etwa 120 000 Dias von Straßen- und
Nebenbahnen zusammengetragen. Deutschland, Österreich, Westeuropa,
Amerika und Australien waren seine Stationen. Die Thüringerwaldbahn und 
traßenbahn erkundete er 1987 das erste Mal.

Innerhalb von vier Wochen besuchte er gemeinsam mit anderen Enthusiasten
etwa 25 Straßenbahnbetriebe der damaligen DDR. Gotha ist ihm dabei in guter
Erinnerung geblieben. Mehrfach schon stand er mit der Kamera seither an der
Strecke. "Nur diese Ecke hatte ich noch nicht", sagt er und greift wieder zur
Kamera. Die Wagentypen kennt Dürr aus dem Effeff, sein Hobby hat den
gelernten technischen Zeichner auch zum Beruf geführt. Seit 1980 arbeitet
er für die Straßenbahn der Karlsruher Verkehrsbetriebe.

Fotografen und Schaulustige wie Volker Dürr erleben die Fahrer der Waldbahn
häufiger entlang der Strecke. "Die kennen sich ganz genau aus", weiß Ingo Bloch
als amtierender Verkehrsleiter. Ihn freut dieses Interesse am Gothaer Unternehmen.
"Für uns ist das auch eine Werbung." Bloch weiß: Im Internet gibt es richtige
Fanseiten.
Als kürzlich drei Bahnen ausgemustert wurden, da hielten auch das
Enthusiasten wie Volker Dürr mit der Kamera fest. Mehr als 200 Dias von der
TWSB hat er archiviert. "Das ist schon eine ganz besondere Überlandstrecke",
freut er sich über jedes Dia, das nach seinem jüngsten Gotha-Besuch hinzukommt.

22.09.2006
20. September 2006
  "Thüringer Allgemeine online" vom 20.09.2006  
     
FUTURISTISCH: Wer länger nicht am Gothaer
Hauptbahnhof war, kommt mittlerweile tüchtig
ins Staunen: Regelrecht futuristisch wirken die
architektonischen Elemente, die den künftigen
neuen Nahverkehrs-Terminal bilden sollen und
derzeit montiert werden. TA-Foto: Th. RITTER

15. September 2006
Abbruch von TW 592 und Tw 443

Am Dienstag, den 12. September segnete 592 für immer das Zeitliche.

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Tags darauf ereilte das gleiche Schicksal dann auch Tw 443....
Und gestern sollte es dann auch den guten Braugold Tw 408 erwischen
(die Aufnahme entstand am Dienstag, noch in "komplettem" Zustand)

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War schon ein sehr trauriges Bild. Man muss aber auch dazu sagen, dass der Zustand der
3 Wagen wirklich nicht mehr der beste war. Egal, schade ist es trotzdem.

Text & Bilder: Sven Pipjorke

9. September 2006
Tag der offenen Tür bei der Thüringerwaldbahn.

Mehr Infos unter "Termine". 

11. August 2006
"Thüringer Allgemeine online" vom 11.08.2006

Gotha: Markante Nahverkehrsänderungen 

GOTHA (tri). Der Gothaer Hauptbahnhof scheint wegen der Bauarbeiten am
Vorplatz von der Stadt völlig abgeschnitten zu sein, ist es aber nicht: Für
Nahverkehr und Taxen wurden Übergangslösungen eingerichtet. Die
Straßenbahngleise sind abgeschnitten, auch die Zufahrt für nicht-schienen-
gebundene Fahrzeuge ist gesperrt, von der Taxi-Schar fehlt auf den ersten
Blick jede Spur, Passanten gibt es kaum: Der Gothaer Hauptbahnhof wirkt wie
abgeschafft. Da ist es fast ein Trost zu wissen, dass alles nur so ist, weil alles
besser werden soll. 

Wie mehrfach berichtet, wird im Zuge der Bahnhofsvorplatzneugestaltung auch
der Endpunkt für Wald- und Straßenbahn neu angelegt. Die nicht mehr benötigten
Gleise wurden vor zwei Wochen demontiert, Teile des neuen Systems sind ebenso
vorhanden wie die meisten Masten für die neue Stromoberleitung. Sichtbar sind
außerdem erste Konturen der künftigen Verkehrsterminals. 

Für Waldbahn und Straßenbahnlinie 1 gibt es Schienenersatzverkehr mit Haltepunkt
am Bahnhofsausgang Südstraße. Die Busse fahren hin und her zwischen dem
Umsteigepunkt Hersdorfstraße - und zwar nahezu im fahrplanmäßigen Takt, wie
Geschäftsführer Dieter Schedel sagte. Der Taxi-Parkplatz befindet sich in der sanierten
Neubauerstraße. Fahrgäste und Passanten werden im Bahnhof und dessen Umfeld über
die Besonderheiten informiert. 

10.08.2006 
10. Juli 2006
Baumaßnahme Bahnhofsvorplatz in Gotha

Aufgrund von Bauarbeiten am Bahnhofsvorplatz in Gotha ergeben sich

von Donnerstag, den 20. Juli 2006, Betriebsbeginn bis vsl. Sonntag,

den 4. November 2006, Betriebsschluss

im Stadtverkehr Gotha folgende Veränderungen in der Linienführung:

· Der durchgehenden Straßenbahnbetrieb auf den Linien 1 und 4 wird zwischen
  Gotha Hbf und Gotha, Huttenstraße unterbrochen und ein Schienenersatzverkehr
  mit Bussen eingerichtet.
· Die Straßenbahnzüge der Linien 1 und 4 werden zum Ostbahnhof umgeleitet.
· Die Linie 2 wird während dieser Bauarbeiten durch die Linie 1 bzw. 4 und
  anschließendem Schienenersatzverkehr mit Bus ersetzt.
· Umsteigehaltestelle zwischen Bussen im Schienenersatzverkehr und Straßenbahnen
  ist die Haltestelle Hersdorfstraße.
· Die Haltestelle Bahnhofstraße kann in diesem Zeitraum nicht angefahren werden
  (Ersatzhaltestelle ist die Mozartstraße).
· Auf Grund der Bauarbeiten am Bahnhofsvorplatz in Gotha wird eine Ersatzhaltestelle
  für die Busse in der Südstraße (in unmittelbarer Nähe zum Süd-Eingang des Bahnhofs)
  eingerichtet.
· Die Busse fahren die Haltestellen Huttenstraße, Orangerie, Mozartstraße
  (RVG-Bus-Haltestelle) und die Südstraße an.
· Die Busse der B-Linie können zusätzlich zwischen den Haltestellen PGH Elektronik und
  Bahnhof (Südstraße) genutzt werden.

Bitte beachten Sie die veränderten Abfahrtszeiten bzw. Haltestellen der Busse. 

twsb

10. Juli 2006
Verkehrsablauf zum Gothaer Renntag auf dem Boxberg am 15. Juli 2006

zusätzlich zu den im Fahrplanheft veröffentlichten Fahrten (Jahresfahrplan 2005/06,
gültig seit 11.12.2005) verkehren nachfolgend aufgeführte Sonderzüge zum Boxberg:

Zusätzliche Abfahrtszeiten der Sonderzüge
Hinfahrt ab Gotha Hbf zum Boxberg:
17:10, 18:00, 18:10, 18:55, 19:50, 20:30, 21:55 Uhr

Rückfahrt ab Boxberg nach Gotha Hbf:
17:35, 18:30, 18:45, 19:20,20:30, 21:30, 22:30, 23:50 Uhr

ab Boxberg nach Tabarz:
23:00 Uhr

Bitte beachten Sie die im Fahrplan veröffentlichten planmäßigen Abfahrtszeiten,
die auch zum/vom Boxberg genutzt werden können.

Natürlich ist die Eintrittskarte = Fahrkarte

Die Eintrittskarten erhalten Sie auch bei jedem Straßenbahnfahrer.

twsb

30. Juni 2006
Seit dieser Woche ist auch der nächste Erfurter Tatra als TW 315 unterwegs.

uk  
27. Juni 2006
"TLZ online" vom 27.06.2006 
Schöne Uhr zum Busfahren

Gotha. (tlz/ksi) Seit gestern gibt es auch in Gotha die Sommer-Sonnen-Ferien-Uhr!
Was andernorts schon seit zehn Jahren möglich ist, freut nun auch die Kinder im
Kreis Gotha. Für ganze acht Euro können sie sechs Wochen lang, nämlich noch bis
zum 30. August, Bus fahren so viel sie wollen. Als Fahrschein gilt eine Uhr im weiß-
orangen Design. Die Idee dazu gab es vor zehn Jahren in Saalfeld-Rudolstadt.

Die Regionale Verkehrsgemeinschaft Gotha macht in diesem Jahr zum ersten, aber
nicht zum letzten Male mit. Das Ganze funktioniert kreisübergreifend. Auch im Ilmkreis,
in Bad Langensalza und im Kreis Sömmerda können die Schüler mit dem Bus unterwegs
sein. Und wer mit dem Hopperticket beispielsweise nach Sonneberg fährt, kann mit der
Sommer-Sonnen-Ferien-Uhr am Arm dort mit dem Bus von Sehenswürdigkeit zu Sehens-
würdigkeit fahren. Interessant ist das Angebot auch für Veranstalter von Ferienspielen.
Denn die Uhr ist als Busfahrschein übertragbar.

In Gotha können damit die Linien der Straßenbahn benutzt werden. Zu haben ist sie in
der Touristinformation im Löfflerhaus und in den Reisebüros Wollschläger und Steinbrück.

26.06.2006   
24. Juni 2006
"Thüringer Allgemeine online" vom 24.06.2006 
Schneller ins Gothaer Zentrum

GOTHA (ck). Geredet wird über das Vorhaben schon lange, nun soll es tatsächlich
endlich verwirklicht werden: In der Gartenstraße Gotha entsteht eine neue
Straßenbahnhaltestelle. Baubeginn wird noch dieses Jahr sein, am 13. November.
Abgeschlossen werden soll das Vorhaben Ende März 2007. So sehen es die Pläne
der Stadt Gotha vor, denn sie ist Hauptinvestor bei diesem Projekt. "Wir haben
unseren Anteil für dieses Vorhaben auch in unserem diesjährigen Investitionsplan",
sagte Dieter Schedel, Geschäftsführer der Thüringerwaldbahn und Straßenbahn GmbH.
Da aber am Gleiskörper nichts verändert werden müsse, sei der Anteil gering.

Gekoppelt werden sollen in Höhe der Fußgängerampel in der Gartenstraße, Ecke
Lutherstraße, Bus- und Straßenbahnhaltestelle. In Richtung Huttenstraße wird
der neue Haltepunkt für Bus und Bahn nach der Fußgängerampel eingerichtet,
etwas versetzt für Bus und Bahn. Auf der Gegenseite wird sich die Haltestelle
in Richtung Suttnerplatz ebenfalls hinter der Ampel befinden. Denn über ein
rechnergestütztes Betriebsleitsystem in Bussen und Bahnen kann die Ampel
auf Rot geschaltet werden, wenn Bus oder Bahn in die Haltestelle fahren.
So muss der Verkehr auf der Gartenstraße warten, und die Fahrgäste können
gefahrlos ein- oder aussteigen und bei Bedarf auch gleich die Gartenstraße
überqueren. Die Straße soll ein Stück angehoben werden, damit das Aus- und
Einsteigen bequem ist.Für die zusätzliche Straßenbahn-Haltestelle haben sich
die Stadt und das Nahverkehrsunternehmen entschieden, weil so ein direkter
Zugang zum Gothaer Zentrum geschaffen wird. Immer wieder hatten Straßenbahn-
Fahrgäste nach dieser Möglichkeit gefragt. Und die Stadtbushaltestellen in der Mitte
der Gartenstraße gehörten schon immer zu den am meisten genutzten im gesamten
Stadtgebiet. Außerdem wird dann auch an diesem Punkt ein Umsteigen zwischen
Bus und Bahn möglich.


23.06.2006 
 
23. Juni 2006
"Thüringer Allgemeine online" vom 23.06.2006
Fundament gelegt

GOTHA. Wo genau das künftige Terminal des neuen Busbahnhofes stehen und
welche Ausmaße es haben wird, das ist jetzt erstmals sichtbar. Die vier
Fundamente der 50 mal 50 Meter großen, modernen Konstruktion des Architekten
Matthias Schmidt sind in der Erde.

Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes ist derzeit eines der wichtigsten
Bauvorhaben in der Stadt. Lange zögerte sich der Start des mehr als zwölf
Millionen Euro teuren Großprojektes hinaus. Dafür laufen die Bauarbeiten zeitlich
nun nach Plan, bestätigt Bauleiter Volker Barczyk von der Strabag AG, Direktion
Straßenbau, obwohl im Untergrund etliches altes Fundament und Mauerwerk
beräumt werden musste. Offensichtlich befand sich eine alte Bebauung auf diesem
Areal, die bei Bauarbeiten in der Vergangenheit nicht weggerissen, sondern nur
eingeebnet worden war. Beispielsweise kamen alte Heizungsschächte zum Vorschein.
Gothaer kamen schon auf die Idee, dass es unterirdische Gewölbe sein könnten.

Die Beräumung war aufwändig, so Barczyk, nun ist das Fundament des künftigen
Terminals fertig. In den nächsten Tagen bringen Strabag-Mitarbeiter eine
Schwarzdecke auf und verlegen die ersten neuen Gleise im Terminalbereich.
Danach sind Hochbaufirmen am Zug und errichten das Gebäude, das in Zukunft
das Eingangstor Gothas optisch bestimmen wird. Die Planer nennen es gern
Mobilitätszentrum. Vorteil des neuen Bahnhofsareals wird sein, dass sich hier
alle Verkehrsmittel treffen werden - eine Schnittstelle von Bahn, Bus und
Straßenbahn. Das Terminal ist alles andere als eine Allerweltskonstruktion,
glaubt man den Plänen, die im Kopf und am Reißbrett von Architekt Matthias
Schmidt aus Weimar entstanden sind. Charakteristisch für Schmidts Konstruktion
ist eine nach allen Seiten offene Tragstruktur. Die Dachelemente sind je nach ihrer
Funktion als Überdachung der Bahn- und Bussteige oder Fahrbahn offen oder geschützt
gestaltet. Zwei Gleise führen die Straßenbahnen in das Gebäude zu den Umsteigeplätzen.
Der Fahrgast kann beispielsweise auf der einen Schmalseite der Insel aus einer Straßenbahn
aus- und auf der anderen Seite in einen Bus einsteigen. Ein ganz wesentlicher Vorteil der
Konstruktion ist zweifellos, dass sie modulartig erweitert werden kann. Steht die Konstruktion,
ist wiederum der Tiefbau an der Reihe, er übernimmt unter anderem die Pflasterung der
Freiflächen. Beendet ist bereits die Sanierung der Neubauerstraße mit neuer Tragschicht
und Borden, Straßenbeleuchtung und Kanälen. Leitungen und Kabel waren dort bereits in
der Erde. Der Umbau der Gleisanlage wird die nächste Aufgabe des Teams um Bauleiter
Volker Barczyk sein. Dazu bedarf es der Vollsperrung der Kreuzung
Bebelstraße / Kunstmühlenweg.


Vera DÄHNERT

22.06.2006 
 
22. Juni 2006
Wie eigentlich schon bekannt, wurde der Wagen 320 am 21.6.06 nach Waltershausen
transportiert und mit 2 Autokränen auf ein Grundstück abgesetzt. Dieser steht unweit
vom Gleisdreieck. Hier mal 2 Fotos:

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dk  

12. Juni 2006
"Thüringer Allgemeine online" vom 11.06.2006
Von der Bahn in den Pool


Die kühnen Ausbaupläne aus den neunziger Jahren sind vorerst gestoppt.
Mit strengem Kostenmanagement und attraktiven Kombiangeboten will sich
die Thüringerwaldbahn am Markt behaupten.


GOTHA. Linie 4 heißt das Zugpferd das Straßenbahn Gotha GmbH. "Vielleicht
nicht das wirtschaftlichste, aber doch mit Abstand bekannteste", sagt
Geschäftsführer Dieter Schedel über die Thüringerwaldbahn.

Stolz rattern deren Triebwagen, Marke Tatra oder Düwag, über die Schienen
durch Gotha, Waltershausen, Friedrichroda bis nach Tabarz. Noch in diesem
Jahr will das Unternehmen zirka drei Millionen Euro in den Ausbau seiner
Infrastruktur stecken. Eigentlich sollte auch ein Teil des Fuhrparks ausgewechselt
werden. "Doch bei zirka zwei Millionen Euro pro Straßenbahn will das gut überlegt
sein", so Schedel. Vorerst müssen die Tatras, die innen wie außen modernisiert
wurden und werden, weiter ihren Dienst tun. Mit Ersatzteilen gäbe es keine
Probleme und überhaupt seien die Bahnen sehr zuverlässig. Die jüngsten Modelle
wurden 1989 gebaut und waren zunächst in Erfurt unterwegs.

Auch die geplante Erweiterung des Schienennetzes ins Neubaugebiet Gotha-West
wurde verschoben. Man müsse sehen, wie sich dort die Bevölkerungszahlen entwickeln,
begründet der Geschäftsführer. Grundsätzlich ist für ihn aber der öffentliche Nahverkehr
der Mobilitätsgarant der Zukunft. "Bei stetig steigenden Ölpreisen denke mancher darüber
nach, sein Auto öfters stehen zu lassen - vor allem im Alter", prophezeit der Bahnchef
mit Blick auf die Bevölkerungsentwicklung im Landkreis Gotha.

Die steigenden Kosten für Strom und Diesel belasten indes auch die Bilanzen der 1991
gegründeten GmbH. Mit 120 Mitarbeitern habe man damals begonnen. 80 stehen heute
noch auf den Gehaltslisten des Unternehmens, das die Hälfte seines Umsatzes eigenständig
erwirtschaftet. Hinzu kommen Gelder aus den Regionalisierungsmitteln für den Nahverkehrs,
Einnahmen für den Transport von Schülern und Finanzspritzen aus den Gemeinden. Was bisher
die Anliegerkommunen anteilig gestemmt haben, soll künftig nicht mehr aus deren Gemeinde-
haushalt, sondern vom gesamten Landkreis finanziert werden. Parallel dazu müht sich das
Management, mit Kombitickets, bei denen eine Bahnfahrt mit dem Besuch im Tabarzer
Freizeitbad oder in Museen der Region verbunden werden kann, mehr Fahrgäste anzulocken.

Doch auch langfristig werde der Nahverkehr nicht ohne staatliche Hilfe auskommen,
sagt Dieter Schedel und hört mit Sorge, wie in Berlin um drastische Mittelkürzungen
für 2007 gerungen wird.

11.06.2006 Von Ines KLEIN 
26. Mai 2006
Am 25.5.06 hatte Tw 314 ex Erfurt 541 seinen ersten Einsatz im Linienbetrieb.
Das neue Notstromaggregat für Atw 010 bekam zusätzlich eine Kamera angebracht, 
um die Sicht nach vorn besser einsehen zu können.

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Tw 314 am 28.5. in Tabarz

dk  

3. Mai 2006
Wie im Forum der DSO zu lesen war, sind mittlerweile alle KT4Ds aus Erfurt in Gotha eingetroffen.
Es handelt sich hierbei um die TWs 542, 543, 549. Ex 545 ist ja schon als TW 313 im Einsatz.

uk

Hierzu die Meldung von Sebastian Woelk vom 4.5.:

Heute gegen 20.15 Uhr traf auch TW 543 in Gotha ein, da ich noch unterwegs war, habe ich
um 21.0 Uhr nur noch einen bereits entladenen Tieflader sehen können... aber auf dem Weg
zum Verkehrshof kam mir die Fuhre entgegen... rot-weißer Tatra im Gleis und rot-weißer
Tatra in der Wanne vom LKW, sah gut aus... 

Damit sind alle Tatra nun vollständig und die EVAG ist bis auf einen 1990ziger aller
"Nachwende-KT4D" beraubt... 

Übrigens, wer vom Bahnhofsvorplatz in Gotha noch Bilder machen will, der sollte sich beeilen:
am 20. Juli, pünktlich zum Ferienbeginn in Thüringen wird der gesamte Bahnhofsvorplatz gesperrt. 

SL 1 und 4 fahren dann zum Ostbahnhof, 2 entfällt und SEV Hersdorfstraße - Hauptbahnhof
( irgendwo in der Nähe ), dann fallen alle alten Gleise, der Blumenladen und der Kiosk in der WS
wird abgerissen und bis vsl. Oktober 2006 das neue ÖPNV-Terminal an die Bahnhofstraße
angeschlossen sowie die Wendeschleife über Vorplatz und Kunstmühlenweg gebaut.


Sebastian Woelk
29. April 2006
Tw 313, ex EVAG 545 am
29.4.2006 am Hauptbahnhof.

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Alex Schneider  
28. April 2006
Tw 307 wieder werbefrei... 

...kam mir um 08:25 Uhr auf dem Myconiusplatz als Zug 1 entgegen.

Alex Schneider  
24. April 2006
Titelthema im LOK Report

In der aktuellen Ausgabe des LOK Report (Mai 2006) steht ein mehrseitiger Bericht
über die Thüringerwaldbahn. Autor des Artikels ist Ronny Quaß, Vielen als Orga-
nisator einiger erfolgreicher Fotosonderfahrten der TWSB bekannt.

uk  
21. April 2006
Also, TW 313 ist im Einsatz, kam leider nicht dran wegen HU-Datum...

Am Bahnhof nutzt man die Gelegenheit des SEV die in der Neubauerstraße im
vergangenen Jahr neu verlegte Entwässerung in Richtung des neuen ÖPNV-
Terminals weiterzubauen. Dazu wurde das Gleis aus der WS Hauptbahnhof
sowie beide Haltestellengleise auf ca. 15-20 m abgebaut und die neue
Entwässerungsleitung ( Kanal ) verlegt. 

Ich gehe davon aus, dass diese Arbeiten zwischenzeitlich wieder beendet
sind und die Haltestelle wieder befahrbar ist...

Sebastian Woelk  
10. April 2006
Verkehrsinformation 

der Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha GmbH
für die Straßeninstandsetzungsarbeiten Gotha, Friedrichstraße 

Aufgrund von Bauarbeiten in der Friedrichstraße ergeben sich

von Mittwoch, den 12. April 2006, Betriebsbeginn
bis vsl. Samstag, den 22.April 2006, Betriebsschluss

im Stadtverkehr Gotha folgende Veränderungen in der Linienführung:

Der durchgehenden Straßenbahnbetrieb auf den Linien 1 und 4 zwischen
Gotha Hbf und Gotha Huttenstraße wird unterbrochen und ein Schienen-
ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Straßenbahnzüge der Linien 1
und 4 werden zum Ostbahnhof umgeleitet.

Die Linie 2 entfällt während dieser Bauarbeiten komplett.
Umsteigehaltestelle zwischen Bussen im Schienenersatzverkehr und
Straßenbahnen ist die Haltestelle Hersdorfstraße. Die Haltestellen
Bahnhofstraße, Orangerie und Huttenstraße können nicht angefahren werden.
Auf Grund der Bauarbeiten am Hauptbahnhof Gotha wird eine Ersatzhaltestelle
für die Busse in der Bahnhofsstraße eingerichtet. Bitte beachten Sie die
veränderten Abfahrtszeiten der Busse an der Ersatzhaltestelle. Alle Fahrgäste
zum Bahnhof sollten einen 3 Minuten längeren Fußweg einplanen.

Vom 14.04.2006 bis zum 17.04.2006 (über die Osterfeiertage) erfolgt
normaler Straßenbahnbetrieb bis zum Hauptbahnhof Gotha ohne
Schienenersatzverkehr.

http://www.waldbahn-gotha.de/
9. April 2006
Aktuelle Situation
(Mitgliederversammlung Gothaer Straßenbahnfreunde e. V.
Ansprache vom Geschäftsführer Schedel am 07.04.2006)


Die Thüringerwald- und Straßenbahn ist in keinster Weise zum Sterben verurteilt,
so wie´s immer die Presse mitteilt. Im Gegenteil, unser Verkehrsbetrieb hat sich in
2005 zum positiven Trend entwickelt. Man hat 2005 mehr Fahrgeldeinnahmen
eingefahren, als wie in 2004, so Geschäftsführer Schedel. 

Bauvorhaben (Fördermittel vom Land Thüringen zugesagt)

In 2006 werden ca. 3,9 Mio. Euro für das Netz investiert: ca. 1,4 Mio. Euro Umbau
Bahnhofsvorplatz, ca. 700.000 Euro für Sanierung Betriebshof und der Rest für
Weichenbauarbeiten in Waltershausen-Gleisdreieck, Brückenneubau im „Sundhäuser
Gleisdreieck Verbindungskurve Sundhausen – Boxberg (Umleitung aller Züge über
Krankenhaus von/Nach Tabarz, nur die, die im Fahrplan die Hst. Krankenhaus nicht
anfahren, aufgeführt sind und den Haltestellenneubau Garten-/Lutherstr. Für Bahn
und Bus.

Die Strecke auf der Friedrichstraße und demnächst der BÜ Krusewitzstraße (zw. den
Haltestellen Schöne Aussicht und ha-we-ge- Markt) werden saniert.

Da dynamische Fahrgastsystem wird in den nächsten Monaten auf mehrere Haltestellen
im Stadt und Kreisgebiet ausgeweitet. Inzwischen werden alle Bahnen und Busse, die im
Stadt- und Kreisgebiet Gotha fahren mit Funkantennen für das dynamische Fahrgastsystem
aufgerüstet. Des weiteren werden sämtliche Signalanlagen so eingestellt dass man mit
Bahnen und Bussen schnell durch die Stadt kommt. Heute muss man 1- 2 Ampelphasen
mit Individualverkehr warten.


Der Fuhrpark

Am 10./11. Mai 2006 kommen die Wagen 542, 543 und 549 aus Erfurt. Tw 313 – 315 werden
im Laufe des Frühjahres auf Gothaer Standard umgerüstet sein.
Tw 320 hat ein pot. Käufer gefunden. Derzeit wird zw. der TWSB und Käufer über den Kaufpreis
verhandelt. Tw 320 wird im Laufe des Jahres ausgemustert und wird in einem Gartengrundstück
am Waltershäuser Gleisdreieck aufgestellt und dient als Gaststätte.

Der Fahrplan (Angaben unter Vorbehalt)

Im Laufe des Jahres kommt es Veränderungen im Fahrplan:

Weichenbauarbeiten im Waltershäuser Gleisdreick
Sperrung des Gleisdreieck – SEV Gotha Schöne Aussicht – Waltershausen Bf., planmäßiger Verkehr
Waltershausen Bf. - Tabarz.

Umbau BÜ Krusewitzstraße
Sperrung Gotha Wagenhalle – Krankenhaus, SEV Wagenhalle – Krankenhaus

Umbau Bahnhofsvorplatz
Sperrung Huttenstraße – Hauptbahnhof, Umleitung der Linien 1 und 4 zum Ostbahnhof
(Krankenhaus- Ostbahnhof Li. 3), Ausfall aller Züge der Linie 2 Ostbf.-Hbf,
SEV Hersdorfplatz-Hbf (Li. 1,2 und 4)

Weitere Infos zu gegebener Zeit unter www.waldbahn-gotha.de

Veranstaltung:

Samstag, 09.09.2006:
Tag der offenen Tür auf dem Betriebshof der Thüringerwald- und Straßenbahn Gotha.
-Betriebshofrundgänge
-Sonderfahrten
-Fahrzeugausstellungsstellung
-Modellbahnausstellung
-Verkauf Souvenirs, Modellen uvm. 

thueringenzug  
5. April 2006
"Thüringer Allgemeine online" vom 5.04.2006
Skepsis gegenüber Verbundtarif

GOTHA. Der Landkreis Gotha wird umworben - als Mitstreiter, der den neuen
Verbundtarif Mittelthüringen anbietet. Hiesige Entscheidungsträger sind
abwartend, wenn nicht sogar skeptisch. Der Landkreis Gotha ist zwar Mitglied
im Verkehrsverbund Mittelthüringen, hat sich jedoch nicht dem seit 1. April in
Erfurt, Weimar und dem Weimarer Land geltenden Verbundtarif angeschlossen.
Generell lehne man dieses Modell nicht ab, wolle aber noch zwei Jahre warten
und die Entwicklung beobachten, vor allem natürlich die finanzielle, so der
amtierende Gothaer Landrat Konrad Gießmann (CDU). Eile sei nicht geboten,
auch wenn dies Weimar oder Erfurt gern sehen würden.
Der neue Tarif gilt seit Samstag im öffentlichen Nahverkehr von Jena bis Erfurt.
Dort ist es jetzt möglich, mit nur einem Ticket innerhalb des Verbundgebietes
Busse, Straßenbahnen und die Strecken der Deutschen Bahn zu nutzen. Wie
Andreas Möller, Geschäftsführer der Verkehrsgemeinschaft Mittelthüringen, sagt,
würde die Kundschaft durch den Verbund preislich meist Vorteile genießen,
obwohl bei der Umstellung auf einzelnen Strecken auch Preiserhöhungen nicht
zu umgehen gewesen wären.

Tatsache ist: Würde Gotha den Verbundtarif einführen, stiegen die Preise
beispielsweise für Straßenbahnfahrten in der Stadt, weil ein Angleich an Preise
in der Landeshauptstadt unumgänglich wäre. Das weiß man auch im Gothaer
Landratsamt und hält "deshalb den Ball flach", so Gießmann.

Während jetzt ein Einzelticket für eine Straßenbahnfahrt in Gotha 1,20 Euro
kostet, müssten im Verbund vermutlich fünf Cent mehr gezahlt werden.
Drastischer fiele eine Erhöhung bei einer Tageskarte aus, die in Gotha aktuell
2,30 Euro, in Erfurt hingegen 3,80 Euro kostet. Im Gegenzug würden Kunden
bei Bahnfahrten sparen. Seit dem 1. April kommt man preiswerter beispielsweise
von Erfurt bis in die Innenstädte von Weimar (4,40 Euro) oder Jena (10,60 Euro).

Ein Verbundtarif bringt preisliche Vorteile nur für den Fahrgast, der mehrere
Verkehrsmittel nutzt. Das Verkehrsunternehmen müsse hingegen mit Verlusten
rechnen, so Karl-Heinz Koch, Verkehrsleiter der Thüringerwaldbahn und Straßenbahn
Gotha GmbH. Dann stellt sich die Frage nach den Zuschüssen des Freistaates.
Der stützt den Tarifverbund momentan mit 1,4 Millionen Euro.

Vera DÄHNERT
04.04.2006 
 
28. März 2006
"TLZ online" vom 17.01.2006
"Waldbahn fährt weiter"

Die Thüringerwald- und Straßenbahn
wird auch künftig weiter fahren.

Foto: Fischer 

Gotha. (tlz) Hitzig diskutiert wird derzeit die Zukunft der Thüringerwaldbahn.
Tabarz und Friedrichroda wollen als Gesellschafter nicht mehr den Verlust
mittragen, der aus dem jährlichen Unterhalt des Schienennetzes resultiert.
Für die Arbeitsgruppe unter Federführung vom amtierenden Landrat Konrad
Gießmann (CDU) bleibt nur ein Ausweg: Künftig muss diese Summe aus der
Kreisumlage finanziert werden.

Das dürfte nicht auf ungeteilte Zustimmung treffen. Zumal Gemeinden, die
weder an die Thüringerwaldbahn noch an die Gothaer Straßenbahn angebunden
sind, schwerlich einsehen werden, warum sie an deren Finanzierung beteiligt
werden. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe, in der neben Vertretern aller
Kreistagsfraktionen auch die Geschäftsführer der Nahverkehrsbetriebe
eingebunden sind, wissen das. Allerdings haben sie sich auf den Fahnen
geschrieben, die Nahverkehrsangebote im Landkreis Gotha im derzeitigen
Umfang zu erhalten.

Dass dabei der Kreistag das letzte Wort hat, ist klar. Doch sieht sich die
Arbeitsgemeinschaft mit ihren Vorschlägen auf einem guten Weg, den auch
die Kreistagsmitglieder mitgehen können, so Konrad Gießmann.

Um den Nahverkehr in gewohnter Form zu erhalten, ist im Bereich des
städtischen Busverkehrs ein zusätzlicher Finanzbedarf bei der Regionalen
Verkehrsgemeinschaft in Höhe von rund 462 000 Euro zu decken. "Ein
entsprechender Kreistagsbeschluss soll den Unternehmen die Sicherheit geben,
dass die Finanzierung ihrer Leistungen gesichert ist," meint der amtierenden
Landrat, der auch darauf verweist, dass die Verkehrsunternehmen derzeit mehr
leisten, als über den Kreishaushalt abgesichert ist.

Mehrere Faktoren sind für die finanzielle Misere verantwortlich. Da der
Schülerverkehr in den öffentlichen Nahverkehr integriert ist, bringen die
rückläufigen Schülerzahlen schmerzliche Einschnitte: Weniger Schüler,
weniger Landesmittel. Unablässig in die Höhe geklettert sind unter des
die Dieselpreise.

In diesem Jahr legt der Landkreis für jeden zurück gelegten Fahrplankilometer
63 Cent auf den Tisch. Dies und die Fördermittel des Freistaates bringen 2006
rund 3,4 Millionen Euro in die Kasse des ÖPNV. Eine Summe, die vorn und hinten
nicht reicht. Inzwischen hat das Land signalisiert, noch mal 1,6 Millionen Euro
darauf zu legen. Doch auch diese Summe reicht unterm Strich nicht aus, wie
Experten befürchten.

Zum Erhalt des gegenwärtigen Niveaus gibt es laut Gießmann keine Alternative.
Beispiele zeige, wo aus Kostengründen der Nahverkehr reduziert wurde, sanken
die Beförderungszahlen und der Individualverkehr nahm zu.

Allerdings sieht die Arbeitsgruppe auch Einsparpotential, nämlich im Parallelverkehr.
Bus und Bahn müssen gleiche Strecken und zeitgleich bedienen. Hier spricht sich
Gießmann für eine Entscheidung zu Gunsten der Schiene aus.

Im April wird sich der Kreistag der Thematik widmen und über eine neue Konzeption
befinden.

27.03.2006 Von Klaus-D. Simmen   

9. März 2006
Gestern Abend Tw 528 Ausfall

Gestern gg. 18:30 Uhr ist Tw 528 in Waltershausen durch ein Fahrzeugschaden liegen-
geblieben. Er ließ sich nicht mehr steuern weder vom A-Teil noch vom B-Teil. Tw 39
schleppte ihn dann nach Gotha. Hab das Gespann bei der Einfahrt in den Betriebshof
gesehen (Tw 528 hatte auch den Bügel oben).

Bis Betriebsschluss in Waltershausen wurde SEV mit dem betriebseigen Kleinbus gefahren.

Wollen wir hoffen, dass der 528 schnell wieder auf die Räder kommt.

thueringenzug  
20. Februar 2006
"LOK Report online" vom 20.02.2006

Die Zukunft der Thüringerwaldbahn, als Linie 4 in das Netz der Gothaer Straßenbahn
integriert, steht weiter im Ungewissen. Die Überlandstraßenbahn mit dem reizvollen
Endpunkt Tabarz im Thüringer Wald und ihrer kurzen Abzweigung vom Gleisdreieck
Waltershausen nach Waltershausen Ort wird nach wie vor von der Kommune Tabarz
und neuerdings auch Reinhardsbrunn nicht mehr ausreichend unterstützt. Dazu sollen
finanzielle Probleme insbesondere in Tabarz beitragen, das sich mit der Finanzierung
eines Super-Schwimmbades offenbar stark strapaziert hat. 

Auch hat die Meterspurbahn, wie andere Nahverkehrslinien kleinerer Städte in der
ehemaligen DDR, stark an Fahrgästen verloren, dieweil die Einwohnerzahlen stark
gesunken ist. So sind außerhalb der HVZ und zu den Saisonzeiten die Besetzungen
der meistens aus Tatra- oder Düwagwagen (ex Erfurt und Mannheim) leider nicht
überragend. Immer noch voll sind natürlich die morgendlichen Schülerzüge, zu denen
Doppeltraktion notwendig ist. 
Gotha verfügt außer der Waldbahn noch über zwei innerstädtische kurze Linien, die
jeweils vom weit vom Ortskern entfernten Hbf zum Ostbahnhof bzw dem an der
Waldbahnstrecke liegenden Krankenhaus am Rande der Stadt fahren. 

Als Kuriosität gibt es noch eine dritte Stadtlinie, die aber nur mit jeweils einer
Morgenfahrt am Sa bzw So von der Wagenhalle zum Ostbahnhof verkehrt. Gefördert
wird der 85 Mann starke Betrieb seit mehr als zehn Jahren durch einen sehr rührigen
Verein, die Gothaer Straßenbahnfreunde, die mehrere Oldtimer in Pflege haben, so
den Gother Zweiachsgerzug TW 56 mit Beiwagen 82 und Gepäcklore 101 aus den
zwanziger Jahren, den typischen Gothaer DDR-Zweiachserzug der fünfziger Jahre mit
TW 43 und Bauwagen 93 und den Gelenktriebwagen 215, welcher aus Gothaer
Zweiachsern als Gelenkwagen mit frei schwebendem Mittelteil 1967 konstruiert wurde.

Diese und einige andere Fahrzeuge werden für Sonderfahrten angeboten, und es steht
zu hoffen, dass im höchst unerwünschten Fall der Aufgabe des täglichen Linienverkehrs
nach Tabarz wenigstens sie dort weiter fahren. 

An und für sich ist in Anbetracht der Investitionen der letzten Jahre eine Einstellung des
Bahnbetriebes im Thüringer Wald allerdings absolut unsinnig. Allerdings gibt es für
Reinhardsbrunn und Umgebung als Alternative von Fröttstett her eine normalspurige
DB-Verbindung mit Dieseltriebwagenbedienung, die teilweise parallel zur Schmalspur liegt. 

Die Bilder zeigen den Wagen 56 am Halt Marienglashütte im gefährdeten Streckenteil und
den 215 am Endpunkt Tabarz als Sdz für die EF Hannover am Wochenende neben einem
Planzug mit Wagen 306 nach Gotha (WR, 20.02.06).  
17. Februar 2006
"TLZ online" vom 17.01.2006

An einem Strang ziehen

(tlz) "Wir stehen für ein starkes Sextett und eine schlagkräftige Truppe, die die Wahl
gewinnen will", so präsentierte SPD-Kreisvorsitzender Jörg Reichenbach am gestrigen
Donnerstag die Kandidaten für die bevorstehenden Landrats- und Bürgermeisterwahlen.
Während die Sozialdemokraten ihre Kandidaten für Gotha, Ohrdruf, Waltershausen,
Tabarz und Friedrichroda bereits nominiert haben, steht die Entscheidung für das
Bürgermeisteramt in Tambach-Dietharz noch aus. Reichenbach: Die Tambacher SPD
wird einen Kandidaten stellen. Das soll bis Mitte März geschehen.

Für einen starken Landkreis will sich Landratskandidat Werner Pidde stark machen.
Sein Ziel sei es, die Abwanderung junger Menschen zu stoppen und die Leistungsfähigkeit
des Landkreises wieder herzustellen. Dies gelinge jedoch nur durch eine starke Kreisstadt
und starke Gemeinden, ist sich Pidde sicher. "Denn daran krankt es seit 1990", sagt Pidde.
Als künftiger Landrat wolle er sich dafür einsetzen, dass Industrie und Gewerbe, aber auch
der Tourismus wieder in die richtigen Bahnen gelenkt werden. "Das ist unsere Zukunft",
ist der SPD-Mann überzeugt. Für ihn sei wichtig, dass der Landkreis und die Stadt Gotha
in allen Bereichen eng zusammenarbeiten. In seinem Wahlprogramm habe Pidde ein Sieben-
Punkte-Programm aufgestellt, welches aktuelle Themen anspricht. Als großes Problem sieht
Pidde den Schulnetzplan an, der von der Kreisverwaltung nicht konsequent fortgesetzt wird.
Ebenfalls ungeklärt sei das ÖPNV-Konzept, insbesondere dabei der Schülerverkehr. Auch der
Erhalt der Polizeidirektion sei für den Landkreis wichtig. "Es gehen bei einer Schließung nicht
nur 120 Polizisten im Kreis verloren, sondern auch die Kaufkraft und die subjektive Sicherheit",
meint Pidde.

An die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers Klaus Henniges will Thomas Klöppel in Friedrichroda
anknüpfen. Klöppel habe sich viel vorgenommen. So will der SPD-Mann am bestehenden Prädikat
"Luftkurort" für Friedrichroda weiterarbeiten. Des Weiteren soll das Gewerbegebiet am Stadtrand
mit neuem Leben erfüllt werden. Thomas Klöppel wolle sich zudem dafür einsetzen, dass die
Umgehungsstraße Steinforst gebaut wird. "Sie ist die Grundlage für den Tourismus im Ort", ist
sich Klöppel sicher. Verbesserungswürdig sieht der Friedrichrodaer die Vereinsarbeit. Hier ist
ein neues Konzept notwendig, das auch den Bau eines neuen Sportplatzes favorisiert. Dazu
müsse die Stadt einen Partner, wie das Schulverwaltungsamt suchen, um das Ziel verwirklichen
zu können, erklärt Thomas Klöppel. Für den neuen Sportplatz müsse ein Standort gefunden
werden, der für Grund- und Regelschüler wie auch für Gymnasiasten ohne Probleme erreicht
werden kann. Für die Zukunft sieht Klöppel eine enge Zusammenarbeit mit den
Nachbargemeinden voraus.

Auf fünf Säulen hat Knut Kreuch seine Ziele als OB-Kandidat für die Stadt Gotha gestellt,
die sich im Namenszug der Stadt widerspiegeln. So steht für Kreuch der Buchstabe "G" für
Gemeinsamkeit, "O" für Offenheit nach Innen und Außen, "T" für Tradition, "H" für Heimat und
"A" für Arbeit. Für Kreuch sei die Kandidatur für das Oberbürgermeisteramt eine lohnende Aufgabe,
die es anzupacken gilt. Ablehnend steht Kreuch dem Zusammenschluss von Gotha, Waltershausen
und Ohrdruf gegenüber. "Das wird es mit mir nicht geben", sagt Knut Kreuch. Dieser Vorschlag sei
ohne das Votum der Bürger der drei Städte vorgenommen worden, so der Kommunalpolitiker.

An die gute Entwicklung, die die Stadt Ohrdruf in den vergangenen Jahren durchlaufen hat, will
Helmut Marx anknüpfen und das bisher Erreichte fortsetzen. Sein Ziel ist es, Gebäude wie Schloss
Ehrenstein, Bürgersaal und Goldberghalle, mit Leben zu erfüllen. Mit einbezogen werden sollen dabei
die Bürger der Erfüllenden Gemeinde und die Vereine selbst. Ohrdruf soll wieder "sauber" werden,
darunter verstehe Marx zum einen die Sauberkeit und Ordnung in der Stadt und zum anderen die
drohende rechte Gewalt. Marx will den Jugendclub umbauen und die Jugendarbeit forcieren. Des
Weiteren will er einen Bolz- und Spielplatz am Leichfeld errichten lassen und für die Belebung der
Innenstadt sorgen. Den Bau eines Freibades sieht Marx erst für das Jahr 2009. Der Bedarf sei
vorhanden, da das Bad in Wölfis vom Land nicht mehr gefördert wird.

Trotz finanzieller Sorgen hat sich Bürgermeister Matthias Klemm für seine Gemeinde Tabarz viel
vorgenommen. Ziel sei es, die angestauten Schulden weiter abzubauen. Ein Tourismuskonzept
will Tabarz gemeinsam mit Friedrichroda und Finsterbergen entwickeln. Auch wird über einen
kommunalen Zusammenschluss nachgedacht, allerdings nicht mit Waltershausen, so Klemm.
Vom Spindlerplatz bis zum Theodor-Neubauer-Park soll eine Ladenstraße entstehen, um die
Innenstadt zu beleben. Schrittweise soll an der B 88 ein neues Gewerbegebiet erschlossen
werden. Tourismus allein reicht für Tabarz nicht aus, sagt Klemm.

Waltershausen noch kinder- und familienfreundlicher zu gestalten, das hat Jörg Reichenbach in
sein Wahlprogramm geschrieben. Um die Abwanderung zu stoppen, müssen Unternehmen gefördert,
Gewerbeflächen offensiv vermarktet und Kontakte zu Investoren hergestellt werden, sagt
Reichenbach. Die Puppenstadt habe viel zu bieten, doch nur wenige wissen das. Deshalb sei
seiner Meinung nach, ein umfassendes Stadtmarketing nötig.

16.02.2006 Von Conny Möller
31. Januar 2006
"TA online" vom 31.01.2006
Gotha: Beliebte Foto-Motive

FOTO-SHOOTING: Aus ganz Deutschland
reisen Straßenbahnfreunde an, um die
Gothaer Bahnen zu abzulichten.

TA-Foto: Th. RITTER

 

GOTHA (ck). Sie heißen schlicht Triebwagen 56, 43, 39 und Gelenkwagen 215.
Doch Straßenbahnfans aus ganz Deutschland werden von den Gothaer
Traditionsgefährten magisch angezogen.80 Teilnehmer hatte die jüngste
Fotosonderfahrt - bei herrlichstem Wintersonnenwetter. Organisiert wurde
sie zum dritten Mal von Ronny Quaß aus Esslingen. Da der Zuspruch so groß war,
konnte nicht nur das beste Stück der Thüringerwaldbahn und Straßenbahn GmbH
Gotha, der Triebwagen 56, Baujahr 1929, mitsamt Beiwagen und Gepäcklore auf
die Strecke geschickt werden, sondern auch der Triebwagen 43, Baujahr 1956,
der Gelenkwagen 215, Baujahr 1967, und der Triebwagen 39, Baujahr 1955.
Beginnend vom Betriebshof führte die Fahrt zum Hauptbahnhof, zum Ostbahnhof,
bis nach Waltershausen, Tabarz und zurück. Zwischendurch gab es natürlich immer
wieder Fotostopps, damit die Straßenbahnfans viele schöne Bilder mit nach Hause
nehmen konnten.

"Die Leute begeistert einerseits, dass sie mit Bahnen fahren können, die hier in Gotha
gebaut worden sind, und andererseits ist die Strecke der Thüringerwaldbahn etwas
Besonderes", sagte Ingo Bloch, stellvertretender Abteilungsleiter für Verkehr in dem
Unternehmen. Zu seinen Aufgaben gehört auch, die Sonderfahrten zu koordinieren.
"Wenn vier Züge zusätzlich auf der Strecke sind und dazu noch Fotostopps eingelegt
werden, ist es gar nicht so einfach, den normalen Linienverkehr dennoch zu gewährleisten.
Zumal wir eingleisig fahren", erklärte Bloch. Aber es sei wieder alles gelungen. Gefahren
werden die historischen Wagen übrigens von Mitgliedern des Vereins Gothaer Straßenbahn-
freunde - ausgebildete Fahrer selbstverständlich. Der Verein kümmert sich zusammen mit
dem Nahverkehrsunternehmen auch um den Erhalt der alten Bahnen.Die sind nicht nur für
Fotosonderfahrten gefragt, sondern auch für Firmenausflüge, Hochzeitsgesellschaften
oder Reisegruppen im Einsatz. "Etwa 100 Fahrten pro Jahr werden angemeldet, die Tendenz
ist steigend", sagte Ingo Bloch. Besonders beliebt sei natürlich der älteste Traditionswagen,
der dem Anlass entsprechend auch geschmückt und mit Getränken bestückt werden könne.
Hochsaison für die Sonderfahrten ist von Ende April bis September, "aber auch Ausflüge im
Winter haben ihren Reiz", weiß Ingo Bloch. So liegt ihm für den 18. Februar schon die nächste
Anmeldung vor: Dann wollen die Hannoverschen Eisenbahnfreunde mit der historischen
Thüringerwaldbahn fahren.

30.01.2006 Von Claudia Klinger  

20. Januar 2006
"TLZ online" vom 20.01.2006
Start am Suttner-Platz

Der Probebetrieb der dynamischen
Fahrgastinformation ist beinahe
abgeschlossen. Am Suttner-Platz
sollen die Fahrgäste von Bus und
Straßenbahn künftig minutengenau
informiert werden.
Foto: RVG 

Gotha. (tlz) Noch liest sich die leuchtende Anzeigentafel an den Bus- und
Straßenbahnhaltestellen am Suttner-Platz wie der Fahrplan im Kasten.
Aber das ändert sich in Kürze: Ende Januar/Anfang Februar endet der
Probebetrieb, das Projekt "Dynamische Fahrgastinformation" (DFI) startet
in der Kreisstadt.

Anstelle des Fahrplans, der im Probebetrieb auf der Anzeigentafel erscheint,
erfahren die Nutzer von Bus- und Straßenbahn, welche Linien als nächste
eintreffen, und zwar minutengenau. Busse und Straßenbahn senden auf ihrer
Fahrstrecke an bestimmten Punkten Signale. "Datentelegramme", sagt Markus
Würtz, Geschäftsführer der Regionalen Verkehrsgemeinschaft. Diese Signale
geben die nötigen Informationen, um auf den Tafeln anzuzeigen, wie lange
es noch bis zur Ankunft dauert.

Im Moment werden die Bordrechner von Bussen und Fahrzeugen der
Thüringerwaldbahn und Straßenbahn programmiert und die Datenfunkgeräte
eingestellt. Nach dem Suttner-Platz soll die Technik am Bahnhofsvorplatz und
an der geplanten Haltestelle Gartenstraße/Lutherstraße eingeführt werden.
"Eine Frage der Qualität", so Würtz. Die Fragen, rechtzeitig oder zu spät,
und wie lange dauert es noch, beantworten sich wartenden Fahrgästen mit
einem Blick. Das trage zur Zufriedenheit bei.

100 000 Euro kostet das gesamte System und die am Suttner-Platz aufgestellten
Anzeigetafeln. 80 Prozent bekamen RVG und TWSB gefördert. Nunmehr kommen
nur noch Kosten für weitere Anzeigetafeln hinzu, die immer bei Neuausrüstungen
vorgesehen sind.

Auch im Kreisgebiet ist perspektivisch der Einsatz der dynamischen
Fahrgastinformation vorgesehen. Für Orte, an denen nur wenige Linien halten,
gibt es eine einfachere Version der Anzeigetafeln. Die DFI ist Teil des
rechnergestützten Betriebsleitsystems, das seit dem Jahr 2000 Zug um Zug im
Gothaer Nahverkehr eingeführt. Mit den Bordrechnern und Fahrkartendruckern
ist das in Bus und Straßenbahn überall sichtbar. Den Fahrern wird so die Arbeit
erleichtert, sie müssen beispielsweise die Anzeigentafeln oder Fahrkartendrucker
nicht mehr umstellen. Das erledigt der Computer. Der hat auch im Blick hat, ob der
Fahrer im Fahrplan bleibt.

Mit der neuen Fahrgastinformation kommt eine weitere Komponente hinzu.
Die elektronische Beeinflussung von Ampeln ist ein nächster Schritt. Das
Nebeneinander von ÖPNV und Individualverkehr soll damit geschmeidiger
werden. 

19.01.2006 Von Oliver Bauer  

14. Januar 2006
Am 10.1. wurden drei "Erfurter" KT4D nach Gotha überführt. Wie ich gehört habe,
werden die DÜWAGs aus Mannheim vorerst nicht ausgemustert - es besteht noch
Bedarf. Ich konnte auch in Erfahrung bringen, dass KT4D-mod Anfang der Woche
aufgrund der frostigen Temperaturen ausgefallen sind - Grund: die empfindliche
Elektronik. Die TWSB griff auf die robusten DÜWAGs zurück.

Heute konnte ich Tw 408, 412 und 442 auf der Waldbahn - Linie 4 beobachten.
Tw 301 und von Weitem ein "Erfurter"-KT4D.

thueringenzug  
14. Januar 2006
"TA online" vom 13.01.2006
Gothaer Bahnhofsvorplatz wird umgestaltet

GOTHA (tri). Auf dem Terrain des Gothaer Bahnhofsvorplatzes ist damit begonnen worden,
Baufreiheit für die geplante Umgestaltung zu schaffen. Mitarbeiter einer Erfurter
Baumpflegefirma beseitigten inzwischen den größten Teil des Wildwuchses auf dem Gelände
der ehemaligen Spedition, Anfang kommender Woche sollen einige größere Bäume gefällt
werden. Im Kunstmühlenweg wird aus Sicherheitsgründen vorübergehend Parkverbot herrschen.
Für Mittwoch ist der offizielle symbolische erste Spatenstich anberaumt. Der Vorplatz des
Gothaer Hauptbahnhofs soll zu einem modernen Verkehrszentrum ausgebaut werden.

13.01.2006   
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