Geschichte und Geschichten  
 
Klicken zum Vergrössern Die Straßenbahn Gotha feierte in 2004 ihren 110ten Geburtstag
sowie die Thüringerwaldbahn ihren 75ten. Das ist Grund genug sich
mit der Geschichte der Bahn(en) auseinander zusetzen.

Eine umfangreiche Chronik hierzu gibt es bereits auf der offiziellen
Seite der TWSB Gotha GmbH.
 
  Die Geschichte der TWSB  
  Planungen für eine Bahn gehen schon auf die 1870er Jahre zurück. Damals plante man, den Bahnhof
und die Stadtmitte mittels einer Pferdestraßenbahn zu verbinden. Da die Kosten die Möglichkeiten der
Stadt überstiegen wurden diese Planungen zunächst nicht umgesetzt. 1882 erklärte sich ein
Unternehmer bereit, die Bahn zu bauen. Schleppende Verhandlungen brachten dieses Vorhaben
wieder zu Fall.

Am 24. Mai 1893 beschloss die Stadt Gotha den Bau einer elektrischen Straßenbahn in der Stadt.
Man schloss daraufhin mit der Firma Lahmeyer & Cie., später Elektrizitäts-Actiengesellschaft, vorm
W.Lahmeyer & Cie., aus Frankfurt am Main einen Vertrag zum Bau der Bahn. Die ersten Gleise wurden
am 8. Oktober 1893 verlegt. Eröffnet wurde die Bahn dann am 2. Mai 1894. Betrieb wurde die Bahn
durch die Elektrizitätswerke und Straßenbahn Gotha AG, kurz EAG.

1897 wurde zwischen der Landesregierung und der Gothaer Straßenbahn eine Vereinbarung zum Bau
einer Überlandbahn geschlossen. Drei Jahre später erhielt die EAG die Konzession für diese Bahn.
Insgesamt waren neun Strecken geplant, von denen bis 1903 nur sechs realisiert wurden.

Am 21. November 1911 wurde zwischen dem Herzogtum Sachsen-Gotha und der AEG ein Vertrag über
den Bau eines Überlandelektrizitätswerkes sowie der Thüringerwaldbahn abgeschlossen. 1912 übernahm
die Thüringer Elektrizitäts-Lieferungsgesellschaft Gotha, kurz ThELG, eine Tochtergesellschaft der AEG,
die EAG. Am 4. Juni 1914 begannen die Arbeiten. Sie wurden durch den Ersten Weltkrieg und die Inflation
unterbrochen und erst ab dem 28. Juni 1928 fortgesetzt. Am 17. Juli 1929, dem Einweihungstag der
Strecke, gehörten 10 Triebwagen, sieben Beiwagen und der Gepäckwagen zum Wagenpark. Es wurde
eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h festgelegt. Die Betriebspannung der Strecke
war mit 600 V festgelegt.

In den 1930ern erfreute sich die Bahn so großer Beliebtheit, dass bis zu 22 Fahrten pro Tag durchgeführt
wurden. Sie wurde dabei sowohl für den Berufs-, als auch für den Ausflugsverkehr rege genutzt. Der
Zweite Weltkrieg verschonte die Bahn lange Zeit. Erst die Luftangriffe des 6. Februar 1945 führten zur
Einstellung des Betriebes. Nachdem im April die Autobahnbrücke über der Leina gesprengt wurde, kam es
zu einer Teilung in zwei Abschnitte. Der Betrieb auf den beiden Abschnitten der Strecke konnte erst im
Juli 1946 wieder aufgenommen werden. Durchgehend befahrbar war sie erst ab dem 30. Oktober 1947
nachdem man die Brücke der Autobahn wieder errichtet hatte.

1951 wurde aus der Straßenbahn Gotha der VEB (K) Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha.
Am 1. Oktober 1958 wurden die Linien mit Nummer versehen und die Bahn bekam die Nummer 4.
Am 15. Mai 1964 wurde die Wendeschleife am Hauptbahnhof in Gotha in Betrieb genommen, 1½ Jahre später,
am 20. Dezember 1966 folgte die Schleife in Tabarz am anderen Ende der Bahn. Am 1. November 1971 wurde
die neue Strecke in der Innenstadt von Waltershausen eingeweiht.

Heute ist es die Linie 4 die Thüringerwaldbahn und Straßenbahn Gotha GmbH (TSWB Gotha),
welche am 15. Januar 1991 gegründet wurde.

Im Jahr 2002, am 23. März, wurde ein Abzweig (zum Krankenhaus) in Sundhausen in Betrieb genommen.
Zahlreiche Bahnen der Waldbahn verkehren auch über diesen neuen Abschnitt der Linie 1,
wobei sich die Fahrzeit um fünf Minuten erhöht.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Thüringerwaldbahn 

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